Junge Union im Kreis Esslingen
: Junge Union kritisiert Grüne Jugend scharf: „Links ist out“

Nach der Landtagswahl kommt die Aufarbeitung: Die Junge Union im Kreis Esslingen geht mit anderen Nachwuchsorganisationen harsch ins Gericht – und stellt sich hinter Manuel Hagel.
Von
Simone Weiß
Esslingen
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Unversöhnlich? Cem Özdemir und Manuel Hagel, die Spitzenkandidaten der Grünen und der CDU.

IMAGO/Frank Ossenbrink

Das Land hat gewählt. Der Kreis Esslingen hat gewählt. Die Junge Union (JU) im Kreis blickt mit „gemischten Gefühlen“ auf das Ergebnis der Landtagswahl vom 8. März. Heftige Kritik üben Vertreter der Nachwuchsorganisation der CDU an der Grünen Jugend.

Wahlkampf und Wahlergebnis glichen einem Wahlkrimi. Eine hauchdünne Mehrheit von 0,5 Prozent für die Grünen unter Cem Özdemir. Wirbel um das acht Jahre alte „Rehaugen“-Video von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, in dem er das Aussehen einer 16-jährigen Schülerin beschreibt. Wirbel auch um sein harsches Verhalten gegen eine Lehrerin, die er bei einem Schulbesuch barsch angegangen war.

Doch die Junge Union im Landkreis Esslingen stellt sich hinter den von vielen als zu brav, zu langweilig, zu unbedarft kritisierten Frontmann der Christdemokraten. Man habe sich einen „jungen, dynamischen und reformorientierten Ministerpräsidenten Manuel Hagel gewünscht“. Doch nun werde wohl mit dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ein „angezählter und gescheiterter Bundespolitiker, der dort vor einem Jahr aus der Regierung geflogen ist“, Landesvater in Baden-Württemberg.

Der Vorsitzende der Jungen Union im Kreis Esslingen: Lukas Schwarz.

Foto: JU Kreis Esslingen

Heftig geht JU-Chef Lukas Schwarz auch die Grüne Jugend und andere politische Nachwuchsorganisationen an: „Im negativen Sinne bemerkenswert fand ich persönlich, wie destruktiv sich die Jugendorganisationen unserer politischen Mitbewerber im Wahlkampf verhalten haben“. Die „Kirsche auf der Torte“ sei für ihn gewesen, dass die Grüne Jugend den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der 2023 bei den Grünen ausgetreten ist, von der landesweiten Wahlparty habe abhalten wollte: „Dass er Özdemir politisch näher steht, als die Grüne Jugend selbst, ist ja schon bedenklich genug.“ Bestimmte politische Jugendorganisationen hätten noch nicht verstanden: „Links ist out!“

Für die Koalitionsverhandlungen gelte „Aufbruch mit Stil“

Trotz dieser Kritik sieht die CDU-Nachwuchsorganisation die anstehenden Koalitionsgespräche mit den Grünen zur Bildung einer Landesregierung als Chance. Es gehe um Reformen und den Aufschwung im Land. Konstruktiv, aber energisch müssten die Verhandlungen angegangen werden. Es gelte, Baden-Württemberg wieder an die Spitze zu bringen. Angestrebt werden müsse nach den Erfahrungen im Wahlkampf „ein Aufbruch mit Stil“.

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