Einheitliche Optik, bessere Orientierung: Neue Wegweisung für Wanderer durch den Kreis Esslingen

So sieht die neue Wanderwegebeschilderung im Kreis Esslingen aus.
Landratsamt EsslingenDer Kreis Esslingen will Wanderern Beine machen. Dabei soll ihnen eine neue Beschilderung den Weg weisen. Wie das Landratsamt mitteilt, wurden über die Sommermonate im Biosphärengebiet Schwäbische Alb und in den angrenzenden Kommunen an rund 490 Standorten Hinweistafeln montiert, die dem Wege- und Beschilderungskonzept Schwäbische Alb entsprechen. Das haben der Schwäbische Albverein (SAV) und der Schwäbische Alb Tourismusverband gemeinsam entwickelt.
Das Wanderwegenetz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb war zwar umfangreich ausgeschildert. Es fehlte jedoch an einer einheitlichen Optik. Stellenweise gab es auch keine Hinweise auf die am Weg liegenden Sehenswürdigkeiten – oder zu viele verschiedene. Das hat sich nun grundlegend geändert. Zum einen wurden bei den Wanderwegen „quer verlaufende Spangen gebündelt, gefährliche Passagen gestrichen und wenig attraktive Wegpassagen auf bereits bestehende, ausgewiesene Wege verlegt“, informiert das Landratsamt. Zum anderen gibt es jetzt ein klares Leitsystem, das eine bessere Orientierung bietet.
Gelbe Wegzeigerschilder ersetzen nun die herkömmlichen silbernen Hinweistafeln des Schwäbischen Albvereins sowie alle weiteren Informationsschilder anderer Institutionen. Sie weisen das insgesamt rund 19 000 Kilometer lange Grundwegenetz des SAV aus, welches Hauptwanderwege, verschiedene Themenwege und Verbindungswege umfasst. Dabei werden wichtige Wanderziele und Ausgangspunkte wie Ortschaften, Bahnhöfe und Wanderparkplätze verbunden, was Tourenwanderern eine individuelle Routenplanung ermöglicht. Die örtlichen Rundwege sind derweil mit grünen Wegzeigern ausgeschildert. Im Zuge der Erneuerung wurden auch neue Routen ausgewiesen: jeweils zwei Rundwanderwege in Lenningen und Frickenhausen, eine Rundwanderung in Owen sowie ein Rundweg durch Altdorf, Neckartenzlingen und Bempflingen. „Sie ermöglichen Bürgern wie auch Touristen durch die durchgehende Markierung spontane Rundwanderungen“, heißt es in der Mitteilung der Kreisbehörde.
Berücksichtigt wurde auch die „Wanderkonzeption Mittlere Alb, Albtrauf und Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ mit ihren insgesamt 22 akribisch ausgeschilderten Wandertouren der „hochgehberge“. Sieben davon führen durch den Kreis Esslingen. Sie werden von den Projektgemeinden Beuren, Bissingen, Erkenbrechtsweiler, Lenningen, Neuffen, Nürtingen und Owen getragen. Gerade die „hochgehberge“ im Biosphärengebiet Schwäbische Alb erfreuen sich großer Beliebtheit. Das Landratsamt erhält eigenem Bekunden nach „viele positive Rückmeldungen hinsichtlich der gut durchdachten und gepflegten Wanderwegeinfrastruktur“.
In den nächsten Monaten soll die Neubeschilderung auch im Kreis Reutlingen umgesetzt werden. Um sicherzustellen, dass das Wanderwegenetz auch in den kommenden Jahren weiterhin gepflegt und unterhalten wird, haben die beiden Landkreise in Abstimmung mit dem Schwäbischen Albverein eine Pflegevereinbarung ausgearbeitet. „So wird die Qualität und Attraktivität des Wanderwegenetzes im Biosphärengebiet Schwäbische Alb und darüber hinaus langfristig sichergestellt“, betont die Esslinger Kreisverwaltung. Die neue Beschilderung wurde mit rund 700 000 Euro durch das Tourismusprogramm des Landes Baden-Württemberg gefördert.