CMT in Leinfelden-Echterdingen: Stadt streicht Messeauftritt: „Müssen uns an anderer Stelle bemerkbar machen“

So hatte sich Leinfelden-Echterdingen (in der Mitte die Stadtmarketing-Leiterin Isabelle Scheinig) Anfang des Jahres auf der CMT präsentiert.
Caroline HolowieckiDie Stadt Leinfelden-Echterdingen, die auch Messestadt genannt wird, weil das Gelände der Landesmesse in ihrem Stadtgebiet liegt, wird im kommenden Januar nicht mehr dabei sein, wenn sich Reiselustige wieder auf der CMT – der Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit – informieren, wohin die nächste Reise gehen könnte.
Die Kommune ist, wie viele Städte und Gemeinden, finanziell angeschlagen und muss sparen. Selbst ein Auftritt der Stadt am Gemeinschaftsstand der Region Stuttgart, wie im vergangenem Jahr, kostet laut Isabelle Scheinig, der Stadtmarketing-Leiterin, bis zu 20 000 Euro, hinzu kommen Personalkosten in etwa gleicher Höhe. Zumindest dann, wenn das Team des Stadtmarketings an allen CMT-Tagen nur mit eigenem Personal vor Ort ist. „In Rücksprache mit Oberbürgermeister Otto Ruppaner wurde beschlossen, dass dieser finanzielle Aufwand nicht gerechtfertigt ist“, sagt die Stadtmarketing-Chefin.
Im Januar 2025 hatte sich die Kommune aufgrund ihres 50-Jahr-Jubiläums entschieden, am CMT-Regio-Stand für Aufmerksamkeit durch Farbe zu sorgen: Das Infomaterial der Stadt hatte von blau bis gelb in allen Tönen des Sonnenuntergangs geleuchtet. Im Jahr 2024 hatte Leinfelden-Echterdingen dort insbesondere über die Partnerschaft mit der französischen Stadt Manosque informiert. Im kommenden Jahr wird sie gar nicht mehr dabei sein. Damit fällt für sie aber auch eine gute Möglichkeit weg, Werbung in eigener Sache zu machen. „Wenn wir den Auftritt auf der CMT nicht machen, ist es umso wichtiger, dass wir uns an anderer Stelle bemerkbar machen“, sagt Isabelle Scheinig.
Die Infobroschüren der Stadt – die sogenannten Guest-Guides – beispielsweise zum Wandern im Siebenmühlental werden gerade überarbeitet und weiter in kleinen Auflagen gedruckt. Diese Informationen sollen aber auch verstärkt online ausgespielt werden – auf Social-Media-Kanälen und auf der touristischen Internetseite der Stadt. Wanderrouten sollen in gängigen Wander-Apps eingestellt werden. „Wir haben ein schönes Stadtmuseum, viele historische Gebäude, viele nette Läden und sehr schöne Gastronomiebetriebe, wo man schön essen gehen kann“, zählt die Chefin des Stadtmarketings auf.
