Wochenlange Flucht endet in Köln
: Jettinger Schüsse: Polizei fasst vierten Verdächtigen

Wochenlang war er untergetaucht, jetzt wurde der vierte Tatverdächtige nach den Schüssen von Jettingen festgenommen - in Köln.
Von
Janina Link
Stuttgart
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Auf einem Parkplatz nahe des Oberjettinger Rathauses fielen am 27. Mai Schüsse – zwei Männer erlitten dabei schwere Verletzungen.

Sebastian Bernklau

Im Zusammenhang mit den Schüssen, die am 27. Mai auf einem Parkplatz nahe des Rathauses in Oberjettingen abgegeben worden waren, ist ein vierter Tatverdächtiger jetzt festgenommen worden. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Drei Tatverdächtige wurden bereits am 1. Juli gefasst – ein 31-jähriger Mann aus Stuttgart, ein 37-Jähriger aus Mössingen (Kreis Tübingen) sowie ein 29-Jähriger aus Ludwigsburg. Alle drei befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der vierte Verdächtige war zunächst flüchtig. Intensive Fahndungsmaßnahmen führten schließlich zur Lokalisierung des Mannes in Köln. Dort wurde der 38-jährige serbische Staatsangehörige am 7. Juli durch Spezialkräfte des SEK Nordrhein-Westfalen festgenommen.

Verdächtiger in Justizvollzugsanstalt eingewiesen

Am 8. Juli wurde der Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl, setzte ihn in Vollzug und wies den Mann in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Der Vorfall vom 27. Mai hatte die sonst ruhige Gemeinde Jettingen im Landkreis Böblingen erschüttert. Nach Einschätzung der Polizei handelt es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt. Das Tatmotiv der vier Verdächtigen ist weiterhin unklar.

In der Folge wurden in der Öffentlichkeit Spekulationen laut, ob die Schüsse in Verbindung mit bestehenden Konflikten rivalisierender Gruppen in der Region stehen könnten. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte Steffen Grabenstein, Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, jüngst: „Momentan gibt es keine konkreten Anhaltspunkte auf einen Zusammenhang der Schüsse in Jettingen mit weiteren Auseinandersetzungen in der Region.“

Die Ermittlungsgruppe „Alb“, die nach dem Vorfall eingerichtet worden war, wurde laut Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft zum 14. Juli aufgelöst. Die weiteren Ermittlungen übernimmt nun das zuständige Fachdezernat der Kriminalpolizei beim Polizeipräsidium Ludwigsburg.

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