Verfolgung in Weil der Stadt: Rabiater 15-Jähriger tritt gegen Polizisten

Als ein 15-Jähriger das Blaulicht sah, ergriff er die Flucht.
pixabayMit solch rabiaten Leuten haben es die Beamten der Leonberger Polizei nicht immer zu tun, insbesondere wenn die „Kunden“ erst 15 sind. Am frühen Sonntagmorgen war über den Notruf der Polizei ein Skoda gemeldet worden, an dessen Steuer ein Jugendlicher sitzen würde.
Eine alarmierte Streifenwagenbesatzung entdeckte den Skoda in Schafhausen und wollte den Fahrer kontrollieren. Der Junge hielt an, sprang sofort aus dem Auto und flüchtete zu Fuß. Die nacheilenden Beamten konnten den 15-Jährigen nach kurzer Verfolgung einholen und festhalten. Dabei kam es zu einem Gerangel; sowohl der Junge als auch die Polizisten stürzten zu Boden.
Als sie ihm Handschellen anlegen wollten, geriet die Lage aus dem Ruder. Der 15-Jährige wehrte sich massiv und trat mehrfach in Richtung der Beamten. „Nur unter erheblichem Kraftaufwand“, wie es im Polizeibericht heißt, gelang es den Beamten, dem Jugendlichen die Handschellen anzulegen. Beide Polizisten wurden dabei verletzt, einer musste sogar ins Krankenhaus.
Wie die Ermittlungen ergaben, hatte der Junge wohl aus Lust auf eine nächtliche Spritztour den Autoschlüssel seiner Mutter stibitzt und war ohne deren Wissen losgefahren. Der unerlaubte Ausflug hat für den minderjährigen Wüterich nun unangenehme Folgen: Neben dem Ärger zuhause muss er mit mehreren Strafanzeigen rechnen.