Stechmücken im Kreis Böblingen
: Asiatische Tigermücke im Herbst bekämpfen

Gartenarbeit im Herbst: Wer jetzt richtig aufräumt, bremst die Asiatische Tigermücke im nächsten Sommer. Was zu tun ist, erklärt das Böblinger Gesundheitsamt.
Von
Wolfgang Berger
Kreis Böblingen
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Asiatische Tigermücke: Eine Asiatische Tigermücke. (zu dpa: «Sindbis-Fieber in Deutschland - was man dazu wissen sollte»)

Die Asiatische Tigermücke ist eine invasive Art, die sich in Deutschland verbreitet hat.

Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa
  • Gesundheitsamt Böblingen ruft im Herbst zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke auf.
  • Die Art überwintert als Ei – bevorzugt in Regentonnen, Untersetzern und Gießkannen.
  • Eier kleben oberhalb der Wasserlinie, überstehen Trockenheit und Frost, Larven schlüpfen im Frühjahr.
  • Behälter gründlich ausbürsten, kopfüber trocknen und Pfützenbildung im Garten verhindern.
  • Regentonnen dicht abdecken oder mit engmaschigem Netz sichern, Pools straff abdecken.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wenn Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer in den kommenden Wochen ihre Beete, Terrassen und Geräteschuppen winterfest machen, sollten sie einen möglichen unscheinbaren Mitbewohner nicht vergessen: die Asiatische Tigermücke.

Die invasive Stechmückenart überwintert als Ei – bevorzugt in Regentonnen, Untersetzern, Gießkannen und anderen Kleinstgewässern im Garten. Das Gesundheitsamt Böblingen weist darauf hin, dass konsequentes Handeln im Herbst die Mückenpopulationen im kommenden Sommer deutlich verringern kann.

Weibchen legen ihre Eier nicht ins Wasser

Entscheidend sei ein Detail, das viele nicht kennen: Die Weibchen legen ihre Eier nicht ins Wasser, sondern knapp oberhalb der Wasserlinie an die Innenwände von Behältern. Dort kleben die wenige Millimeter großen, schwarzen Eier fest und überstehen sowohl monatelange Trockenheit als auch Frost. Sobald die Behälter im Frühjahr wieder Wasser führen, schlüpfen die Larven.

24.04.2024, Berlin: Detelf Beetz schaut während der Vorstellung des Pilotprojekts «Tigermückenpopulation in Treptow-Köpenick» in der Kleingartenanlage Grüne Weide in eine Wassertonne, die mit einem ein Netz abgedeckt ist, um zu Verhindern, dass sich Tigermücken dort vermehren können. Zudem stehen Gießkannen umgedreht im Vordergrund, damit sich auch dort kein stehendes Wasser sammelt. Das Pilotprojekt ist Bestandteil des Maßnahmenplans zur Abwehr der invasiven Tigermücke in Berlin. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wer bei der Gartenarbeit einige Regeln befolgt, kann viel bewirken. Behälter wie Gießkannen sollten beispielsweise kopfüber gelagert werden.

dpa

Nur das Wasser auszuschütten, reicht daher nicht. Wichtig ist zusätzlich, einen Behälter auszubürsten und zum Trocknen kopfüber zu lagern. Eine harte Bürste und heißes Wasser wirken besser als jedes Insektizid.

Das gilt unter anderem für Gießkannen, Eimer, Untersetzer, Friedhofsvasen, Vogeltränken und Wassernäpfe. Planen, Reifen, Schubkarren, Schirmständer und Gartenspielzeug sollten so lagern, dass sich keine Pfützen bilden. Pools und Planschbecken sollten straff abgedeckt werden. Wer Regentonnen nicht ausschrubben möchte, deckt sie über den Sommer dicht ab oder sichert sie mit einem engmaschigen Netz, um das Ablegen von Eiern an die Innenwände zu verhindern.

Die Maßnahmen zur Reduzierung von Wasseransammlungen bremsen nicht nur die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke, sondern verringern auch die heimischen Stechmückenpopulationen.

Weitere Informationen zur Asiatischen Tigermücke und dazu, wie ein möglicher Fund der gemeldet werden kann, gibt es unter www.lrabb.de/asiatische+tigermuecke