Auch von grauen Wolken und Nieselregen lassen sich die Besucher den Spaß am Pferdemarkt-Dienstag nicht verderben. Der höchste Leonberger Feiertag des Jahres lädt auch ohne Sonnenschein zum Pferdestreicheln, Würstle essen und Einkaufen auf dem Krämermarkt ein.
Zeitweise glich der Krämermarkt einem buten Meer aus Schirmen.
Beeindruckende Pferde werden am Pferdemarkt präsentiert. Das erfreut Fachpublikum und Besucher gleichermaßen.
Foto: Manuel Schust
Für Anna und Gerald Beißwenger von den Leonberger Waldhexen gehört der Leonberger Pferdemarkt zum Pflichtprogramm. „Es ist das Leonberger Fest überhaupt – da ist es nicht so wichtig, ob das Wetter mitspielt“, betont Gerald Beißwenger.
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Auch viele Kutschen dürfen am Dienstagvormittag bestaunt werden
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Für Thomas Wyhlidal (rechts mit Kind auf dem Arm neben seinem Vater links) ist der Pferdemarkt eine willkommene Gelegenheit in seine Geburtsstadt zurückzukehren. Dass es regnet stört ihn nicht: „Dadurch ist etwas weniger los als sonst!“
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Der Klassiker darf nicht fehlen. Schon ab 11 Uhr vormittags tummeln sich viele junge Besucher bei den Autoscootern.
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Auch Tim Dächert und Mia Digel von den Leonberger Waldhexen haben sich in Schale geworfen. „Der Pferdemarkt ist einfach eines der größten Events des Jahres“, betont Mia.
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Ein echter Fachbesucher ist Ulrich Schmied aus Mühlacker. „Für Pferdebesitzer ist der Pferdemarkt ein kleines Muss! Hier trifft man Bekannte und Kollegen, die man lange nicht gesehen hat und kann die Tiere genau begutachten. Ich war in den letzten zwanzig Jahren fast immer da.“
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„Als alter Leonberger ist das ein Pflichttermin!“, meint Norbert Leitz. Der Rentner hat Zeit und stört sich nicht „an dem bisschen Regen“.
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Mütze auf oder Kaputze hoch. Der Nieselregen stört kaum beim Flanieren über den Krämermarkt.
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„Wenn man es sich aussuchen hätte können, würde die Sonne so wie letztes Jahr scheinen“, hört man schon um 10 Uhr morgens einen älteren Herrn auf dem Krämermarkt sagen. „Aber soll es halt regnen – man kann es eh nicht ändern!“
Thomas Wyhliad, der anlässlich des Pferdemarkts aus Waldenbuch in seine Geburtsstadt Leonberg gekommen ist, gewinnt dem Wetter sogar etwas Positives ab: „Das bisschen Nieselregen stört gar mich nicht. Und es ist dadurch auch ein bisschen weniger los als sonst.“
Tolle Angebote beim Krämermarkt
Und so drehen viele Besucherinnen und Besucher bereits am Vormittag mit Regenschirm bewaffnet ihre Runden über den Krämermarkt in der Steinstraße. Denn es gibt hier auch viel zu sehen – und einzukaufen. „Viele von den Sachen, die es hier gibt, kriegt man ja heutzutage kaum mehr in der Stadt“, klagt Sigrid B. aus Leonberg und freut sich über einen Gemüsehobel. Das Angebot reicht von Bürsten aller Art hin zu Socken, Gürteln, allerlei Deko- und sonstigen Gebrauchsartikeln. Auch kulinarisch wird man verwöhnt. Neben dem obligatorischen Würstle und den leckeren Pommes darf man sich über außergewöhnlichere Gerichte, wie beispielsweise aus der portugiesischen Küche, freuen.
Viele Familien besorgen sich ihr Essen an einem der vielen Stände am Krämermarkt und gehen dann direkt zum Rummelplatz. Dort wird eine Runde auf dem Karussell gedreht oder im Autoscooter rumgedüst. Und natürlich bewundern alle, Jung wie Alt, die beeindruckenden Pferde und Leonberger Hunde. Das Traditionsfest lebt auch in seiner 332. Auflage – ganz egal, ob es regnet oder nicht.