Lärmschutzwand in Maichingen: Deutsche Bahn benennt konkreten Zeitplan

Einsatz im November 2023: THW-Mitglieder an der eingestürzten Wand
Technisches HilfswerkNach Intervention der Stadt Sindelfingen hat die Deutsche Bahn nun erstmals einen verbindlichen Zeitplan für die Wiederherstellung der eingestürzten Lärmschutzwand in Maichingen vorgelegt. Demnach soll eine Interimslösung ab Frühjahr 2026 umgesetzt werden, der endgültige Neubau ist für Mai 2027 vorgesehen. Damit liegt erstmals seit dem Einsturz Ende 2023 ein konkreter Fahrplan für die Wiederherstellung vor.
Am 16. November 2023 war im Bereich Buckenhaldeweg eine bahneigene Gabionen-Lärmschutzwand eingestürzt. „Seitdem sind die Anwohnerinnen und Anwohner erhöhten Lärmbelastungen durch den Bahnverkehr ausgesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Sindelfingen. Die Zuständigkeit für Wiederherstellung und Neubau liegt bei der Deutschen Bahn. Man habe sich seither wiederholt mit Nachdruck für eine Lösung eingesetzt und auf die Dringlichkeit hingewiesen, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung.
Kleemann wendet sich an Bahn und Minister
Nachdem mehrere Kontaktaufnahmen und Schreiben zunächst ohne konkrete Terminangaben geblieben waren, wandte sich Oberbürgermeister Markus Kleemann im Dezember 2025 erneut direkt an die Deutsche Bahn sowie parallel an Verkehrsminister Winfried Hermann mit der Bitte um Unterstützung.
Mit Erfolg: In einem Schreiben vom 6. Februar 2026 teilte die Bahn der Stadt nun verbindliche Zeitperspektiven mit. Demnach soll es als Interimslösung ein mobiles Schallschutzsystem zur Lärmminderung geben, voraussichtlich vom Frühjahr 2026 bis Mai 2027. Die endgültige Lösung und der Neubau einer festen Schallschutzwand soll laut Bahn voraussichtlich im Mai 2027 umgesetzt werden.
Bahn schreibt von „erheblichen technischen Zwängen“
Die Bahn hat Oberbürgermeister Markus Kleemann in ihrem Schreiben um Verständnis für die außergewöhnlich lange Dauer des Prozesses gebeten und die Verzögerungen insbesondere mit erheblichen technischen Zwängen begründet. „Die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner war seit dem Einsturz nicht akzeptabel. Deshalb haben wir uns mit Nachdruck für eine Lösung eingesetzt“, so OB Kleemann. „Entscheidend ist, dass nun verbindliche Zusagen vorliegen: zunächst für eine spürbare Entlastung durch eine Zwischenlösung und anschließend für den dauerhaften Neubau der Lärmschutzwand.“
Die Stadtverwaltung will den weiteren Prozess eng begleiten und sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Belastung für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner möglichst schnell reduziert wird.