Kreis Böblingen: Die IHK sieht ein „Aufschwüngle“

Die Unternehmen im Kreis Böblingen wittern wieder Morgenluft. Die Konjunktur zieht an.
dpa- IHK meldet im Kreis Böblingen eine leichte Belebung der Konjunktur.
- Industrie treibt den Aufschwung: Aufträge steigen bei gut 41 Prozent, 18 Prozent mit Rückgang.
- Dienstleister bleiben positiv, doch die Nachfrage ist uneinheitlich und Personalpolitik vorsichtig.
- Einzelhandel schwächelt, verunsicherte Kundschaft und Debatten über Reformen dämpfen den Konsum.
- Baubranche wird durch Zurückhaltung, höhere Zinsen und Sparzwang der öffentlichen Hand gebremst.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach einer langen Schwächephase im ersten Halbjahr habe sich die wirtschaftliche Situation der Unternehmen im Landkreis Böblingen zum Herbst hin etwas verbessert, berichtet die Industrie- und Handelskammer Böblingen (IHK). Belebt wurde die Böblinger Wirtschaft vor allem durch eine stärkere Nachfrage aus dem In- und Ausland, inzwischen bezeichnen knapp 32 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, während lediglich um die 18 Prozent von einer schlechten Lage berichten.
Auch sehen die von der IHK befragten Firmen etwas optimistischer in die Zukunft. Annähernd 25 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verbesserung ihrer Situation, während nur noch rund 20 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen.
Trotz dieses positiven Trends beklagt die IHK, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen unter den „Verkrustungen durch Bürokratie und Überregulierung“ leide. Die starke weltweite Konkurrenz verschärfe die Situation weiter, trotzdem hofft die IHK auf gut Schwäbisch, dass aus dem aktuellen „Aufschwüngle“ vielleicht demnächst ein Aufschwung werde.

Die Industrie- und Handelskammer hat wieder ihre Mitglieder zur wirtschaftlichen Lage befragt.
Eibner-PressefotoIn der aktuellen Situation bleiben angesichts der weiterhin unsicheren Aussichten die Personalpläne der Unternehmen zurückhaltend. Die Unternehmen setzen auf Beschäftigungssicherung, größere Personalaufstockungen bleiben jedoch die Ausnahme.
Konjunkturmotor Industrie
Die Industrie erweist sich im Herbst als wichtigster Konjunkturmotor im Landkreis Böblingen. Die Auftragsbücher der Industrie haben sich in den letzten Monaten wieder gefüllt. Insgesamt melden gut 41 Prozent der Unternehmen steigende Aufträge, während nur 18 Prozent Rückgänge verzeichnen. Mit dieser Entwicklung hellt sich auch der Blick in die Zukunft in der Branche etwas auf. Knapp 40 Prozent der befragten Industriefirmen blicken aktuell mit Optimismus in die Zukunft.
Einzelhandel schwächelt
Die Stimmung im Einzelhandel bleibt aber weiterhin im Keller. Die Konsumenten zeigten sich in der aktuell schwierigen Lage weiterhin verunsichert und hielten sich mit dem Konsum zurück. Die politischen Diskussionen um Reformen, die zu zusätzlichen finanziellen Belastungen führen, trügen ebenfalls zu einer Zurückhaltung bei, vermutet die IHK.
Dienstleister sehen Silberstreif
Auch die Dienstleister blicken weiterhin auf eine positive Geschäftslage. Rund 35 Prozent bewerten ihre aktuelle Situation als gut, lediglich 16 Prozent als schlecht.
Bei der Nachfrage der Kunden fällt das Bild im Dienstleistungssektor jedoch verhaltener aus. Etwas mehr als 21 Prozent der Unternehmen berichten von einer steigenden Nachfrage, während fast 24 Prozent einen Rückgang verzeichnen. Gleichwohl bleiben die Erwartungen für die kommenden Monate positiv. Wie auch in der Industrie, agieren die Dienstleistungsfirmen bei neuen Einstellungen zurückhaltend und betreiben eine weiterhin vorsichtige Personalpolitik.
Baubranche wird ausgebremst
Die wirtschaftliche Situation bremst derweil die Baubranche aus. Auch hier seien die Kunden zurückhaltend und der gestiegene Zins habe ebenfalls negative Auswirkungen auf die Nachfrage von Bauleistungen, konstatiert die IHK. Wobei gerade diese Bauaufträge dringend benötigt würden. Gleichzeitig steht auch die öffentliche Hand vor enormem Spardruck und schiebt Bauaufträge weit in die Zukunft, was die Branche weiterhin unter Druck setzt.
