Brand in Böblingen
: Wohnhaus brennt – eine Million Euro Schaden

In Böblingen in der Mühlgasse ist am Donnerstagmittag ein Brand ausgebrochen. Das Feuer ist unter Kontrolle gebracht. Doch Glutnester halten die Feuerwehr auch am Karfreitag auf Trab.
Von
Melissa Schaich
Stuttgart
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  • Es brennt derzeit in der Mühlgasse in Böblingen.

    Theermann
  • In Dagersheim ist am Donnerstagmittag ein Garagenbrand ausgebrochen.

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  • Schnell griff das Feuer auf das Wohnhaus über, aus dem sich die Bewohner allerdings selbstständig retten konnten.

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  • Die Feuerwehr war gegen 16 Uhr noch mit den Löscharbeiten beschäftigt.

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  • Das Gebiet wurde bis in den späten Abend großräumig abgesperrt.

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  • Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort – auch aus umliegenden Gemeinden.

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  • Auch am Freitag war die Feuerwehr am Brandort noch im Einsatz.

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  • Per Drehleiter verschafft sich die Feuerwehr am Freitag Zugang zu dem Gebäude, um gezielt an Glutnester zu gelangen.

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  • Das Ablöschen am Tag danach kann nur in gezielter Handarbeit erfolgen.

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  • Glutnester haben sich in Holzfaserdämmplatten festgesetzt. Diese müssen entfernt und dann am Boden gelöscht werden.

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  • Das Gebäude kann nur mit Atemschutz betreten werden.

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  • Der Schaden beläuft sich laut derzeitigen Schätzungen auf rund eine Million Euro.

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In der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim ist am Donnerstagnachmittag ein Brand ausgebrochen. Es handelte sich dabei nach Angaben der Polizei um einen Garagenbrand, der auf ein Wohnhaus übergegriffen hatte. Wie die Polizei berichtet, befanden sich in dem Haus drei Personen, die das Gebäude allerdings selbstständig verlassen konnten.

Ein Mann wurde bei dem Brand verletzt, bei ihm handelt es sich um einen 58-jährigen Bewohner, der mit Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Zwei weitere Bewohner im Alter von 18 und 31 Jahren blieben unverletzt und kamen in ihrem privaten Umfeld unter. Eine vierte, dort gemeldete Person war nicht vor Ort. In der ausgebrannten Garage waren laut der Feuerwehr ein Auto und drei Motorräder abgestellt. Die Schadenshöhe wird zum jetzigen Zeitpunkt auf etwa eine Million Euro geschätzt.

Der Verkehr rund um die Brandörtlichkeit ist inzwischen wieder freigegeben. Die Ermittlungen zur Ursache dauern ebenfalls noch an. Neben der Feuerwehr und der Polizei war auch der Rettungsdienst mit starken Kräften und psychosozialem Betreuungspersonal vor Ort.

Die Feuerwehr hatte in der Nacht auf Karfreitag für Nachlöscharbeiten eine Brandwache eingerichtet. Um die Löscharbeiten zu unterstützen, waren laut der Feuerwehr Gebäudeteile mit einem Bagger abgerissen worden. Dass die Brandwache nicht unnötig war, zeigte sich dann in den frühen Morgenstunden, als zunehmender Rauch am Dach festgestellt wurde. Die Wache forderte daher weitere Kräfte der Feuerwehr Böblingen an. Darunter unter anderem das Drehleiterfahrzeug, um aus dem Korb gezielt an Glutnester im Dach zu gelangen. Die Glutnester haben sich laut Feuerwehrangaben im Brandverlauf in die Holzfaserdämmplatten ausgebreitet, was ein Ablöschen nur sehr schwer möglich macht und in mühsamer Handarbeit erledigt werden muss. Letztlich wurde entschieden, die Dämmkonstruktion zurückzubauen, die Dämmplatten zu entfernen, um diese am Boden ablöschen zu können und ein weiteres Ausbreiten der Glutnester zu verhindern. Am Freitagnachmittag ging die Feuerwehr davon aus, dass sich die Arbeiten vermutlich bis in die Abendstunden hinziehen werden.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Hendrik Queck machte sich Bürgermeisterin Christine Kraayvanger vor Ort ein Bild von der Lage. „Das schlimme Brandereignis in der Dagersheimer Mühlgasse zeigt uns, wie wichtig und unerlässlich unsere starke Feuerwehr Böblingen für unsere Stadtgesellschaft ist. Ich bin froh, dass kein großer Personenschaden zu verzeichnen war. Der Zusammenhalt von Nachbarschaft und Familie mit den Betroffenen beeindruckt mich sehr und hilft in dieser schwierigen Situation besonders“, sagte Kraayvanger.

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