Betrug mit E-Mails
: Name von Renninger Bürgermeisterin wird missbraucht

Die Stadt Renningen warnt: Betrüger verschicken E-Mails im Namen der Bürgermeisterin. Immer wieder gibt es Fälle von Identitätsdiebstahl bei Bürgermeistern in der Region.
Von
Ulrike Otto
Stuttgart

Wer eine gefälschte Mail von Melanie Hettmer bekommt, sollte sie als Spam markieren und löschen.

privat

Warnhinweis – so ist eine Meldung der Stadt Renningen in verschiedenen sozialen Netzwerken überschrieben. Darin warnt die Stadtverwaltung vor betrügerischen E-Mails, die fälschlich unter dem Namen der Bürgermeisterin Melanie Hettmer verschickt würden. Bereits im vergangenen Jahr sind zahlreiche Bürgermeister in der Region Opfer von Identitätsdiebstahl und Betrugsversuchen in ihrem Namen geworden.

„Aktuell sind betrügerische E-Mails in Umlauf, bei denen der Absender den Alias ‚Melanie Hettmer’ verwendet“, schreibt die Stadtverwaltung und bittet um Vorsicht. Die Betrüger, die den Namen der Renninger Bürgermeisterin verwenden, würden versuchen, die Empfänger zu unüberlegten Handlungen zu bewegen, beispielsweise durch ungewöhnliche Anfragen oder Aufforderungen.

Genauere Angaben zum Inhalt der Nachrichten gibt nicht. Bei solchen Betrugsversuchen geht es oft darum, die Empfänger dazu zu bringen, Geld zu überweisen oder ihre Daten zu übermitteln, mit denen die Betrüger dann etwa an Konten gelangen können.

Wer eine solche E-Mail erhält, soll keinesfalls Anhänge öffnen oder auf enthaltene Links klicken, sondern die E-Mail sofort löschen. Bei vielen Mail-Anbietern gibt es zudem die Option, Mails als Spam zu markieren. Dadurch können ähnliche Nachrichten von den Programmen herausgefiltert und deren Weiterverbreitung verhindert werden.

Immer wieder kommt es vor, dass die Namen und Bilder von Bürgermeisterinnen oder Bürgermeistern für Betrugsmaschen genutzt werden. Im Herbst 2025 hat es eine ganze Reihe von Fällen von Identitätsdiebstahl von Bürgermeistern in den Kreisen Böblingen und Ludwigsburg gegeben. Betroffen waren etwa Michael Makurath (Ditzingen), Dirk Oestringer (Gerlingen) oder Christian Walter (Weil der Stadt).

Ein Fake-Profil des Holzgerlinger Bürgermeisters Ioannis Delakos hatte für den Kauf von Bitcoins geworben. Dass dabei auch erheblicher Schaden entstehen kann, zeigt der Fall des Sindelfinger Oberbürgermeisters Markus Kleemann. Betrüger hatten mithilfe eines gefälschten Whatsapp-Accounts in Kleemanns Namen einen Rentner aus Nordrhein-Westfalen dazu gebracht, ihnen 27 000 Euro zu überweisen.

Nachhaken bei Mails

Stadt Renningen
Wer sich unsicher ist, ob eine E-Mail tatsächlich von der Stadtverwaltung verschickt wurde, kann sich per E-Mail an info@renningen.de oder per Telefon unter 0 71 59 / 92 40 an die Stadt wenden.

StN Kompakt - Der Morgen
Montag - Sonntag um 6.30 Uhr
Starten Sie mit den wichtigsten Themen aus Stuttgarter Sicht in den Tag und erhalten Sie sonntags die besten Geschichten der Woche.