Katholiken im Kreis Esslingen
: Prächtiger Blumenteppich: Die schönsten Bilder zu Fronleichnam

An Fronleichnam feierten Katholikinnen und Katholiken auch im Kreis Esslingen die leibliche Gegenwart Jesu in Brot und Wein. Dazu gehören mancherorts besondere Traditionen.
Von
Petra Pauli
Stuttgart
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  • Der Blütenteppich im Esslinger Schwörhof.

    Roberto Bulgrin
  • Die katholische Kirche in Esslingen feierte Fronleichnam mit einem traditionellen Blütenteppich.

    Roberto Bulgrin
  • Nach dem Gottesdienst im Münster St. Paul mit Pfarrer Jobin George führte die Prozession zum Schwörhof.

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  • Der Altar unter freiem Himmel.

    Roberto Bulgrin
  • In und um die Kirche gab es schönen Blumenschmuck.

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  • Das Fest wurde musikalisch begleitet.

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  • Helferinnen und Helfer haben stundenlang an dem Blumenteppich gearbeitet, der christliche Motive zeigt.

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  • Ministrantinnen und Ministranten bei der Prozession.

    Roberto Bulgrin
  • Die Prozession stoppt beim Altar und Blumenteppich.

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Am Donnerstag haben Katholikinnen und Katholiken Fronleichnam gefeiert. Dazu gehörten nicht nur die Festgottesdienste in der Kirche. In einigen Gemeinden im Kreis Esslingen gab es zudem die traditionellen Prozessionen durch die Straßen und aufwendig gestaltete Blumenteppiche unter freiem Himmel. Gefeiert wurde so auch im Münster St. Paul in Esslingen. Wegen der Marktplatz-Sanierung wurde der bunte Blumenteppich im Schwörhof ausgelegt. Dort war ein Altar aufgebaut, zu dem die Prozession nach dem Gottesdienst hinführte. Auch das Wetter spielte mit.

Das Blumenbild bestand aus Tausenden von Blütenblättern und -köpfen und zeigte unter anderem einen Kelch mit Wein. Die Arbeiten für den besonderen Teppich sind derart umfangreich, dass die Helferinnen und Helfer in aller Herrgottsfrühe um 5.30 Uhr damit begonnen hatten, die Blüten zu drapieren. Gezupft und farblich sortiert wurden sie teilweise bereits am Vortag. Wann genau die Tradition der Blütenbilder zu Fronleichnam entstand, ist unklar. Sie reicht aber wohl bis ins Mittelalter zurück. Wegen des großen Aufwands ist es inzwischen etwas ganz Besonderes, wenn diese Tradition weiter gepflegt wird. Allzu nachhaltig sind die Teppiche aber nicht. Meistens werden sie bis zum Abend wieder zusammengekehrt.

Mit der Monstranz durch die Straßen

Für die katholische Kirche ist Fronleichnam ein wichtiger Feiertag. Liturgisch wird Fronleichnam auch „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ genannt. An diesem Fest wird die Einsetzung der Eucharistie, also die Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu, gefeiert. Für Katholiken sind Brot und Wein dabei mehr als nur Symbole, denn sie glauben, dass Jesus Christus darin tatsächlich zugegen ist. Diese Gegenwart wird beim Abendmahl besonders gefeiert. Deshalb tragen die Menschen bei den Fronleichnams-Prozessionen auch ein kleines Obladenbrot – die Hostie – in einer schön geschmückten Monstranz durch die Gegend.

War es eine Vision? So ist Fronleichnam entstanden

Eigentlich müsste dieses Fest ja am Gründonnerstag gefeiert werden. An diesem Tag wird an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern erinnert. Die Stille der Karwoche passt jedoch nicht zu feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Darum wird das Ereignis 60 Tage nach Ostern quasi nachgefeiert. Das Fronleichnamsfest geht vermutlich auf das Jahr 1209 zurück: Die junge Augustinerin Juliana von Lüttich soll damals eine Vision gehabt haben, in der Christus ihr erklärte, dass im Kirchenkalender noch ein Fest zur Verehrung des Altarsakraments fehle.