Golden Globes
: Meryl Streep für politische Trump-Rede gefeiert

Meryl Streep findet bei der Hollywood-Gala klare Worte gegen den künftigen US-Präsidenten: „Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt.“
Von
red/dpa
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • Meryl Streep hielt eine bewegende Rede gegen den künftigen US-Präsidenten Donal Trump.

    NBC
  • Der Film „Moonlight“ von Regisseur Barry Jenkins hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen.

    NBC
  • “The Crown“ wurde als beste Dramaserie ausgezeichnet.

    NBC
  • Der Musicalfilm „La La Land“ sahnte so richtig ab.

    NBC/AP
  • Sophia Vergara (rechts) mit den „Miss Golden Globes“, den Sylvester-Stallone-Töchtern (von links) Scarlet, Sistine und Sophia.

    NBC
  • Heidi Klum

    Invision
  • Priyanka Chopra (links) und Sofia Vergara bei der Aftershow Party

    Invision
  • Jenna Dewan Tatum

    Invision
  • Claire Foy mit dem Award als beste Schauspielerin in einer TV-Serie für „The Crown“.

    Invision
  • Chrissy Teigen und John Legend

    Invision
  • Christian Slater

    Invision
  • Billy Bob Thornton mit seinem Award als bester Schauspieler in einem TV-Drama für „Goliath“.

    Invision
  • Vince Vaughn

    Invision
  • Kerry Washington

    Invision
  • Chris Pine

    Invision
  • Leonardo DiCaprio

    NBC/AP
  • Meryl Streep

    NBC
  • Sylvester Stallone (links) und Carl Weathers

    NBC
  • Hugh Laurie nimmt den Preis für bester Nebendarsteller für „The Night Manager“ entgegen.

    NBC
  • Brad Pitt

    NBC
  • Viola Davis und Julius Tennon

    Invision
  • Goldie Hawn (rechts) mit Amy Schumer

    NBC
  • Sophia Bush

    Invision
  • Christina Ricci

    Invision
1 / 24

Los Angeles - Für ihre politische Rede über den künftigen US-Präsidenten Donald Trump hat die Schauspielerin Meryl Streep viel Bewunderung von Hollywood-Kollegen geerntet. „Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle“, sagte die 67-jährige Streep in der Nacht zu Montag unter Tränen bei der Verleihung der Golden Globes.

Der eindrücklichste Auftritt des Jahres sei für sie nicht in einem Film gewesen, sondern, als Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe. „Es hat mein Herz gebrochen als ich es gesehen habe, und ich kann es noch immer nicht aus meinem Kopf bekommen. (...) Dieser Instinkt, andere zu demütigen - wenn es von jemanden in der Öffentlichkeit vorgemacht wird, von jemand Mächtigem - zieht sich in den Alltag von uns allen.“ Schließlich gebe das anderen Menschen vermeintlich die Erlaubnis, dasselbe zu tun: „Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt.“

https://youtu.be/NxyGmyEby40

Die Galagäste im Saal hörten gebannt zu

Die Galagäste im Saal hörten gebannt zu. Viele reagierten sichtlich gerührt, einige hatten Tränen in den Augen. Auch beim Kurznachrichtendienst Twitter lobten viele Streeps Auftritt: „Ein überwältigender Moment, wie wir ihn selten im Fernsehen sehen“, schrieb etwa Regisseur Michael Moore über Streeps „leidenschaftliche Golden-Globe-Rede“. Schauspielerin Julianne Moore verwies auf das Streep-Zitat „Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle“ - und ergänzte: „Danke #MerylStreep“. Ihre Kollegin Juliette Lewis twitterte: „Meryl Streep sagt alles, was gesagt werden muss auf sehr profunde und elegante Weise.“ Danny Glover twitterte: „Ich kann immer darauf setzen, dass Meryl etwas Signifikantes sagt“.

Zuvor hatte Streep bereits über die Herkunft vieler der nominierten Stars gesprochen. Hollywood sei voll von Ausländern: „Wenn wir sie alle aus dem Land werfen, gibt es für uns nichts mehr zu schauen außer Football und Mixed Martial Arts“, sagte die US-Schauspielerin über den Kampfkunst-Sport, von dem Trump großer Fan ist. Die dreifache Oscargewinnerin wurde bei der Gala mit dem Cecil B. Demille-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.