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: Von Cro bis zu den Orsons: 20 Jahre Chimperator

Vor 20 Jahren fing es klein an, dann kam der große Erfolg und wieder die Verkleinerung. Chimperator ist Plattenfirma, Konzertveranstalter und hat mit dem Wizemann drei Konzerthallen eröffnet. Ein Gespräch mit den fünf Chefs über Tops, Flops, schwäbischen Mittelstand und wie es ohne Cro weitergeht.
Von
Anja Wasserbäch
Stuttgart
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  • Die Chimperator-Chefs: Matthias Mettmann, Steffen Posner, Niko Papadopoulos, Sebastian Schweizer und Kodimey Awokou (von links nach rechts).

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Was für ein Affenzirkus! Matthias Mettman (36) und Steffen Posner (34, von links) sind Geschäftsführer von Chimperator Live. Niko Papadopoulos (35), Sebastian Schweizer (41) und Kodimey Awokou (39) sind die Geschäftsführer von Chimperator Productions. Chimperator, mit Sitz in Stuttgart und Berlin, ist Plattenfirma, Konzertveranstalter und Verlag. Der Name ist ein Wort Spiel aus dem englischen Begriff für Schimpanse und Imperator.

    Lichtgut/Max Kovalenko
  • Das 20-Jahr-Jubiläum wird mit einem Konzert im Stuttgarter Wizemann gefeiert. Natürlich treten auch die Orsons (Foto), die „Familienband von Chimperator“ auf. 2019 hat Chimperator Live 135 Shows mit insgesamt 133 000 Besuchern veranstaltet. Im Wizemann fanden 200 Konzerte und 50 sonstige Veranstaltungen mit mehr als 150 000 Besuchern statt. Im Booking-Bereich hat Chimperator 600 Shows organisiert.

    Lichtgut/Jan Reich
  • Bei Chimperator sind Künstler wie die Orsons (hier im Bild Maeckes), OG Keemo, Weekend und Teesy unter Vertrag. Derzeit arbeitet Kaas von die Orsons an einem neuen Soloalbum. Was fehlt? Frauen! Sebastian Schweizer sagt: „Bis jetzt haben wir leider keine gefunden. Das ist etwas Strukturelles: Die Musikindustrie macht es einer Frau schwerer, ein Star zu werden. Und im Rap und Hip-Hop ist es noch schwieriger.“

    Lichtgut/Jan Reich
  • Den größten Erfolg in 20 Jahren Chimperator hatte das Label mit dem Rapper mit der Pandamaske. 2012 war das Jahr, in dem Cro seinen großen Durchbruch hatte.

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  • Carlo Waibel, so sein bürgerlicher Name, war ein Glücksgriff für das Stuttgarter Label. Chimperator lehnte Angebote von allen großen Plattenfirmen ab und kümmerte sich selbst um Management, Plattenveröffentlichung und Konzerte, das so genannte 360-Grad-Modell.

    Chimperator
  • Im Juli 2012 wurde Cros Debütalbum „Raop“ (eine Wortneuschöpfung aus „Rap“ und „Pop“) veröffentlicht. Sein erstes Konzert in Stuttgart gab es im April im selben Jahr im Universum am Charlottenplatz. Sein nächstes Konzert in Stuttgart fand ein halbes Jahr später in der Schleyerhalle statt. Seine Show 2013 an selber Stelle wurde in 125 Kinos übertragen.

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  • Es folgt eine Bilderbuchkarriere mit massig Auszeichnungen, ausverkauften Hallen und vielen, sehr jungen Fans.

    Chimperator
  • Flop war aber der fiktive Film „Unsere Zeit ist jetzt“ über Cro, der von Til Schweiger produziert wurde. Nach sieben Jahren gehen das Label Chimperator und Cro 2018 getrennte Wege. Im Konzert- und im Verlagsbereich arbeiten sie weiter zusammen.

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  • Zurück zu den Anfängen: 1999 ging es mit Chimperator klein los. Noch als Studenten gründeten ein paar Jungs das Label, um vor allem ihre eigene Musik zu veröffentlichen. Es erscheint das erste Tape mit einem Chimperator-Logo auf der Rückseite. Hier ein Bild aus dem Jahr 2004 mit Kodimy Awokou und Sebastian Schweizer (von links) in ihrem Büro im Filmhaus.

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  • Und noch ein Bild aus der alten Zeit. Sebastian Schweizer (hier mit roter Mütze) schreibt 2004 seine Diplomarbeit zu dem Thema „Gründung eines Labels – Theorie und Praxis“ - und setzt eben alles gleich in die Tat um. Danach studiert er noch an der Popakademie in Mannheim.

    Chimperator
  • Eine der wichtigsten Bands bei Chimperator sind nach wie vor die Orsons. 2008 wurde ihr Debüt veröffentlicht. Im Bild: Goldauszeichnung für „Schwung in die Kiste“.

    Chimperator
  • 2012 wird Chimperator Live wird gegründet. Die Agentur organisiert Konzerte und Touren von eigenen Künstlern, aber auch von anderen wie etwa Bausa (Foto). 2014: Die Vertriebsgesellschaft Groove Attack kauft sich bei Chimperator Productions ein.

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  • 2015: Im ehemaligen Zapata wird das „Im Wizemann“ eröffnet. Geschäftsführer der Chimperator Live GmbH sind Matthias Mettmann (Foto links) und Steffen Posner. Es gibt einen Club und eine Halle. Der kleine Club nebenan ist das Studio, das seit Sommer 2019 ebenfalls von Chimperator betrieben wird.

    Lichtgut/Achim Zweygarth
  • 2019: 20 Jahre Chimperator wird natürlich im eigenen Laden gefeiert. Mit Empfang für geladene Gäste am Mittag, einen Rückblick auf die zwei Dekaden und Konzert am Abend im Wizemann. Unter anderen treten Die Orsons, Tua (Foto) und OG Keemo auf. Alle drei haben 2019 viel beachtete Alben veröffentlicht.

    Lichtgut/Jan Reich
  • Sebastian Schweizer sagt: „Wir sind alle Schwaben und haben auf positive Art etwas Schwäbisches. Einer unserer Vorteile ist, dass wir beim Label kein großer Apparat sind. Im Grunde sind das wir drei Geschäftsführer von Productions und zwei Mitarbeiter. Das sind kurze Wege und man kann ganz flexibel und schnell reagieren.“

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