Wir zeigen Ihnen 21 Tipps, wie Sie einfach, schnell und vor allem stressfrei Ihre Wohnung ausmisten und entrümpeln. Foto: Photographee.eu / Shutterstock.com

Mit der Zeit sammeln sich im Haushalt Dinge an, die nie benutzt werden und dennoch wertvollen Stauraum und Ablageflächen überfüllen. Wir haben für Sie 21 Tipps für ein schnelles, effektives und vor allem stressfreies Ausmisten und Entrümpeln der Wohnung zusammengefasst.

Viele Menschen tun sich schwer damit, die Wohnung zu entrümpeln und eine gründlichere Struktur in den Haushalt zu bringen. Das kann entweder daran liegen, dass sich Menschen schwer von Dingen trennen können oder sie das Ausmisten der Wohnung überfordert. Umso wichtiger ist es dann, dass man der Herausforderung mit System begegnet.

21 Tipps für effektives Ausmisten der Wohnung:

Alle paar Jahre die Wohnung auszumisten, bringt viele Vorteile. Das Entrümpeln der Wohnung erleichtert nicht nur einen eventuell bevorstehenden Umzug oder schafft mehr Platz und Ordnung für einen leichteren Alltag, es sorgt auch für Ordnung im Kopf. Das Ausmisten und Entrümpeln der Wohnung macht durch den Kontakt mit den unterschiedlichsten Dingen nachdenklich in den verschiedensten Lebensbereichen. Der eine oder andere längst vergessene Gedanke wird so weiter, oder sogar zu Ende gedacht. Das alles zusammen kann ziemlich erleichternd sein. Oft fühlen sich Menschen bei Ausmistaktionen in der Wohnung bereits von vornherein überfordert und sind dann schnell frustriert. Um Frustration beim Ausmisten der Wohnung zu vermeiden und das Entrümpeln durch ein systematisches Herangehen zu vereinfachen und zu beschleunigen, sollten Sie ein paar der folgenden Tipps beachten:

#01 - Die eigene Einstellung

Die Einstellung, mit der Sie an die Aufgabe des Ausmistens herangehen, ist entscheidend dafür, wie schwer es Ihnen fallen wird und wie lange Sie schlussendlich brauchen werden. Schätzen Sie die benötigte Zeit realistisch ein, um Druck zu vermeiden und entscheiden Sie sich bewusst dafür, dass Sie Dinge loslassen werden müssen. So können Sie mit Ihren Gedanken besser bei der Aufgabe bleiben und sich situativ schneller entscheiden. Außerdem sollten Sie sich den Grund vor Augen führen, warum Sie die Wohnung ausmisten möchten. Sind Sie schon lange genervt von zu wenig Platz oder zu langem Suchen nach Dingen im Alltag oder möchten Sie einen jährlichen Vorsatz anpacken, der schon ein paar Jahre alt ist?

#02 - Schwierige Bereiche in der Wohnung erkennen

Schauen Sie sich um, bevor Sie mit dem Ausmisten anfangen und suchen Sie nach besonders herausfordernden Bereichen. Machen Sie sich nun Gedanken, wie viel Zeit Sie für die einzelnen Bereiche aufbringen möchten. Welche Bereiche brauchen weniger Zeit? Schreiben Sie sich die Zeiten der einzelnen Bereiche auf und setzen Sie einen angemessenen Zeitpuffer zwischen den Bereichen. So können Sie die gesamte Zeit besser einschätzen und vorab besser aufteilen und ggf. anpassen.

#03 - Checkliste erstellen

Erstellen Sie eine Checkliste, auf der Sie Zwischenziele definieren, so sehen Sie den Fortschritt beim Ausmisten der Wohnung besser. Die meisten Menschen gehen beim Ausmisten der Wohnung entweder nach Bereichen (Wohnzimmer - Küche - etc.) oder nach Kategorien (Kleidung - Bücher - Unterlagen - etc.) vor. Beides hat Vor- und Nachteile, ist aber schlussendlich eine Typfrage. Wenn Sie nach Bereichen vorgehen, ist der Fortschritt meist schneller in der Wohnung selbst zu sehen, dafür ergeben sich beim Vorgehen nach Kategorien oft mehr Synergien, die Zeit sparen können. Bei großen Wohnungen mit mehr als 4 Zimmern macht oft ein Mix aus beiden Methoden Sinn. Sie können in dem Fall zum Beispiel jedem Zimmer eine Kategorie zuordnen, die Sie nach und nach abarbeiten.

#04 - Eine Deadline setzen

Nachdem Sie die Entscheidung getroffen haben, dass Sie Ihre Wohnung ausmisten wollen, sollten Sie sich eine Deadline setzen. Diese sollte allerdings nicht zu weit in der Zukunft liegen, da größere Zeiträume mehr Möglichkeiten zum Aufschieben geben. Eine Deadline von 72 Stunden ist optimal.

#05 - Eine schöne Atmosphäre schaffen

Es kann helfen, wenn Sie sich beim Ausmisten eine passende Atmosphäre schaffen. Beseitigen Sie Ablenkungen und sorgen Sie für eine angenehme und motivierende Umgebung. Das kann die Lieblingsmusik sein oder auch Freunde, die Sie motivieren.

#06 - Lieber viele kleine Ziele als wenige Große

Ein Ziel erreicht zu haben ist ein schönes Gefühl. Viele kleine Ziele können beim Ausmisten und Entrümpeln der Wohnung deutlich mehr motivieren als wenige Große. Außerdem ist der Fortschritt besser zu sehen.

#07 - Kisten für Dinge, die ausgemistet werden

Damit das Ausmisten und Entrümpeln der Wohnung nicht nur in einer Aufräumaktion endet, sollten Sie sich darauf vorbereiten, viele Dinge auszusortieren. Große Kisten, wie zum Beispiel Umzugskarton helfen, den Überblick zu behalten und die Entscheidung zu erleichtern. Kleine Helfer wie Aufkleber, Stifte und Müllsäcke können zusätzlich helfen den Überblick zu bewahren.

#08 - Arbeitsflächen aufräumen

Bevor Sie mit dem Aufräumen beginnen, sollten Sie die Wohnung und vor allem die Arbeitsflächen aufräumen. So haben Sie beim Ausmisten der Wohnung genug Platz, um Dinge bequemer sortieren oder ggf. kurz ablegen zu können. So haben Sie einen besseren Überblick und sparen am Ende Zeit.

#09 -Dort anfangen, wo der Fortschritt schnell sichtbar ist

Aller Anfang ist schwer. Viele Menschen werden erst später motiviert und tun sich beim Ausmisten der Wohnung vor allem mit dem Anfangen schwer. Wenn Sie mit einfachen und schnellen Bereichen beginnen, kann Ihnen das helfen, in die richtige Ausmist-Stimmung zu kommen.

#10 - Dinge in Kategorien einteilen

Ein weiteres großes Problem beim Ausmisten und Entrümpeln der Wohnung ist, dass viele Menschen Probleme damit haben, sich von Dingen zu trennen. Das geht im Prinzip mehr oder weniger jedem so. Wenn Sie Probleme damit haben, einzuschätzen, was Sie aussortieren und was nicht, sollten Sie die Dinge in Kategorien einteilen. Dabei bieten sich 3 Kategorien an:

  • Behalten
  • Aussortieren
  • Vorerst aufbewahren.

Um Dinge besser in Kategorien einzuteilen, können folgende Fragen helfen:

  • Ist die Sache kaputt?
  • Wann habe ich die Sache zuletzt benutzt?
  • Macht die Sache noch Spaß?
  • Wann werde ich die Sache wieder benutzen?

Überlegen Sie sich vorher konkrete Kriterien für die Kategorien. Wenn es Ihnen bei manchen Dingen schwerfällt, können Sie einzelne Dinge auch vorerst beiseitelegen und später beim Ausmisten einen neuen Anlauf wagen.

Besonders radikal ist die Ein-Jahr-Faustregel. Wenn Sie eine Sache ein Jahr nicht benutzt haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Sie die Sache auch in Zukunft nicht benutzen und nicht wirklich brauchen. Sie können aus einem Jahr natürlich auch 2 Jahre machen. Wichtig ist, dass Sie sich vor dem Ausmisten für einen Zeitraum entscheiden und beim Ausmisten und Entrümpeln auch dabeibleiben. So werden Sie sich deutlich schneller entscheiden und zügiger vorankommen können.

#11 - Nicht ablenken lassen

Eine weitere große Gefahr beim Ausmisten der Wohnung besteht darin, dass Dinge, ganz nach dem Motto "Wenn ich es schon mal in der Hand habe...", einen schnell ablenken können. Es ist ganz normal, dass beim Ausmisten alte Ideen und Gedanken hochkommen und zu Ende gedacht werden möchten. Schreiben Sie sich solche Gedanken und Ideen lieber auf und nehmen Sie sich für diese ein anderes Mal Zeit.

#12 - Ein fester Platz statt Kimskrams-Ecken

Schnell entstehen beim Ausmisten und Entrümpeln neue Krimskrams-Ecken, in denen sich viele verschiedene Dinge sammeln, die kein festes Zuhause in der Wohnung haben. Das Problem ist allerdings, dass sich hier viele Dinge sammeln, die vielleicht doch aussortiert gehören? Die Entscheidung für den Platz in einer Krimskrams-Ecke ist oft schneller getroffen, als die Sache auszusortieren. Wenn eine Sache bleibt, braucht diese auch einen festen Platz, damit Sie später alles wiederfinden.

#13 - Sich zwischendurch belohnen

Bleiben Sie motiviert, indem Sie sich zwischendurch belohnen. Das kann ein schneller, leckerer Snack sein oder einfach ein Kaffee oder Schokolade. Sie können sich auch nach dem Ausmisten belohnen, indem Sie sich eine neue Sache gönnen, die Sie sich schon länger kaufen wollten. Vielleicht etwas Dekoration für die frisch ausgemistete Wohnung?

#14 - Hilfe holen beim Ausmisten

Zusammen die Wohnung auszumisten, kann das Vorhaben deutlich beschleunigen. Ein motivierter Helfer mit Tatendrang kann bei Entscheidungen helfen und einem den letzten Ruck geben, sich doch von einer Sache zu trennen. Allerdings sollten Sie vorab bereits einen groben Fahrplan haben, was ausgemistet werden soll und was nicht. Wenn der Fahrplan fehlt, werden viele Fragen während des Ausmistens und Entrümpelns entstehen, die am Ende mehr Zeit kosten können.

#15 - Wohin mit den Sachen

Wenn Sie bei den Sachen, von denen Sie sich trennen möchten, an andere denken und sich fragen, wer diese Dinge gebrauchen könnte, wird es Ihnen einfacher fallen, sich davon zu trennen, da die Dinge weiterhin einen Nutzen bringen. Sie könne Ihre ausgemisteten Sachen spenden (Flüchtlingshilfen, Kleiderkammern, Caritas, etc.) oder auch über Kleinanzeigen im Internet loswerden. Dort können Sie Sachen verkaufen oder sie gegen Selbstabholung verschenken. Vielleicht ist es eine zusätzliche Motivation für Sie, die ausgemisteten Sachen gebraucht zu verkaufen? Auch Schwarze Bretter in Einkaufsläden eignen sich hervorragend, um Dinge abzugeben. Sie können auch eine große Kiste vor Ihre Tür stellen und in großen Buchstaben "zu verschenken" drauf schreiben. Wenn Sie an einer belebten Straße wohnen, können Sie so meist viele Dinge in wenigen Tagen loswerden.

#16 - Das Badezimmer ausmisten

Im Badezimmer sammeln sich vor allem die verschiedensten Pflegeartikel, wie zum Beispiel Cremes, Duschgele und Kosmetik an. Wenn Sie einen Medizinschrank im Badezimmer haben, werden Sie hier wahrscheinlich auch einige Dinge finden, die Sie ausmisten können. Wenn Sie gezielt nach diesen Dingen suchen, werden Sie in kurzer Zeit einiges im Badezimmer ausmisten können. Für das Badezimmer sollten Sie im Sinne der Hygiene die Ein-Jahres-Faustregel auf 6 Monate verkürzen, denn wenn Sie eine offene Creme 6 Monate nicht benutzt haben, macht es wenig Sinn, diese weiterhin aufzuheben. Besonders kritisch sind natürlich Medikamente zu betrachten.

Tipp: Wenn Sie am Ende noch Badematte, Handtücher und Duschvorhang waschen, macht sich das Ausmisten des Badezimmers besonders gut bemerkbar.

Lesen Sie auch: Kann Sonnencreme ablaufen?

#17 - Den Kleiderschrank ausmisten

Den Kleiderschrank auszumisten ist für viele eine besondere Herausforderung. Schnell ist man unschlüssig über ein Kleidungsstück, legt es zur Seite und verliert so nach und nach den Überblick. Um beim Ausmisten des Kleiderschranks Zeit zu sparen, sollten Sie sich vorab überlegen, warum Sie Kleidungsstücke behalten wollen und sich bewusst für Kriterien entscheiden. Die Ein-Jahr-Faustregel passt gut bei Kleidungsstücken. Wenn Sie Ausnahmen für besondere Kleidung, wie zum Beispiel Abendkleider oder Anzüge machen, sollten Sie diese ebenfalls vorher festlegen und konkret formulieren. Sie können die Ein-Jahr-Faustregel für diese Ausnahmen zum Beispiel auch auf 2 Jahre erweitern. Nachdem Sie sich für angemessene Kriterien entschieden haben, bietet es sich an, von Schublade zu Schublade vorzugehen oder ähnliche Bereiche nach und nach zu sortieren. Sofort ausgemistet werden können: Kleidung, die zu klein ist, einzelne Socken oder abgenutzte Kleidung.

#18 - Die Küche ausmisten

Mit der Zeit sammeln sich in der Küche zahlreiche Küchenutensilien an, die nicht mehr benutzt werden. Klassiker sind Pfannen, die ihre Beschichtung verloren haben oder Einzelstücke, wie zum Beispiel einzelne Teller, Gläser oder Schüsseln. Von solchen Dingen kann man sich sofort trennen. Wenn Sie Ihre Putzutensilien ebenfalls in der Küche aufbewahren, sollten Sie sich vor allem um die offenen Putzmittel kümmern. Viele Putzmittel, die seit 6 bis 12 Monaten oder sogar noch länger offen sind, verlieren mit der Zeit ihre Wirkung und können ebenfalls sofort entsorgt werden.

#19 - Die Vorratskammer ausmisten

Besonders viel Potenzial zum Ausmisten haben Vorratskammern, da sich hier viele Lebensmittel ansammeln, die selten benutzt werden. Im Grunde ist das Ausmisten der Vorratskammer recht einfach und kann zügig vonstattengehen, wenn man sich auf das Haltbarkeitsdatum konzentriert. Was abgelaufen ist, kann weggeschmissen werden. Ebenso können Lebensmittel weggeschmissen werden, die in den nächsten Monaten ablaufen. Dinge, die Sie nicht verwenden werden und noch haltbar sind, können Sie an Freunde oder Nachbarn geben.

Lesen Sie auch: Lebensmittelmotten wirksam bekämpfen - So geht's

#20 - Das Schlafzimmer ausmisten

Das Schlafzimmer ist oft ein Ort für Dinge, die keinen festen Platz haben und so sammeln sich dort über die Jahre auch viele Dinge an, die nicht mehr benutzt werden. Bettkasten, Regale und der Bereich an und auf dem Kleiderschrank sind beliebte Stellen für heimatlose Dinge. Die oft bunte Vielfalt der Dinge macht das Ausmisten des Schlafzimmers besonders schwierig. Entscheiden Sie sich auch hier vorab, warum Sie eine Sache ausmisten oder behalten wollen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine Sache zu behalten, sollten Sie auch einen festen Platz für die Sache festlegen. Wenn Sie damit Probleme haben, sollten Sie Ihre Entscheidung, die Sache zu behalten, noch einmal überdenken.

Lesen Sie auch:

#21 - Das Wohnzimmer ausmisten

Im Wohnzimmer können ebenfalls einige Dinge direkt entsorgt werden. Alte Deko, CD's und DVD's, alte Magazine und Bücher und Brettspiele sind die Ausmist-Klassiker im Wohnzimmer. Oft finden sich in Wohnzimmern auch Krimskrams Schubladen und Schränke. Wenn Sie solch einen Ort gefunden haben, sollten Sie auch hier einen festen Platz der einzelnen Sachen hinterfragen. Wenn Ihnen kein fester Platz einfällt, sollten Sie das Dasein der Sache kritischer hinterfragen.

Lesen Sie jetzt weiter: So halten Sie die Ordnung

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: