An diesem Mittwoch steigt das Achtelfinalspiel gegen den großen Favoriten Stuttgarter Kickers. Warum die Partie schon um 17.15 Uhr beginnt und die Aufstellung Kopfzerbrechen macht.
Es ist ja schon ein verrücktes Jahr für die Fußballabteilung des TSV Weilimdorf. Bereits vier Monate vor dessen Ende weiß man gar nicht, wo man mit der Auflistung der Höhepunkte anfangen soll. Doppelaufstieg beider Männerteams, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Verbandsliga. Dann der erneute deutsche Meistertitel der Futsal-Mannschaft, die soeben erst vom Champions-League-Auftritt aus Sofia heimgekehrt ist. Sollte es aber einen höchsten aller Höhepunkte geben, so steht der erst an diesem Mittwochabend bevor. Sportplatz Giebelstraße, 17.15 Uhr: Zeit für das Spiel der Spiele. Achtelfinale im Verbandspokalwettbewerb gegen die Stuttgarter Kickers. „Ein Festtag für uns“, sagt der sportliche Leiter Michael Bachmann, der auf eine vierstellige Zuschauerzahl hofft.
Vor zwei Jahren kamen zur gleichen Begegnung 1250 und drängelten sich die Fans auf dem Weilimdorfer Hügel zur Sprecherkabine dicht an dicht. Glücklicher Zufall des Loses, dass es nun zur Cup-Neuauflage kommt, diesmal aber eine Runde später. Und diesmal mit einem besseren Ergebnis für die Gastgeber? Seinerzeit setzte es für sie ein 0:7, was dann bei allem Klarer-Außenseiter-Bewusstsein doch eine gewisse Ernüchterung darstellte. Mittlerweile trennen die beiden Kontrahenten nur noch zwei Spielklassen. Immerhin neun der 15 Akteure, die damals zum Einsatz kamen, gehören immer noch zum Kader. „Die Jungs können befreit aufspielen. Sie sollen dieses Spiel genießen – wer weiß, ob eine solche Konstellation für sie als Fußballer noch einmal kommt“, sagt der Co-Trainer Oliver Stierle.
Letzterer leitete das Abschlusstraining, in Vertretung des erkrankten Chefs Manuel Fischer. Ob dieser bis zur Partie wieder auf die Füße kommt, bleibt abzuwarten. Ein grippaler Infekt, ausgerechnet jetzt. Wer auch immer die Aufstellung bestimmen wird, steht vor einer schwierigen Aufgabe: Beginnen können auch dieses Mal halt nur elf, wollen würden noch viel mehr als sonst, gute 20. Im Tor haben die Weilimdorfer Verantwortlichen sich bereits festgelegt: Sunny Simone, der beim 1:3 am Sonntag in Esslingen anstelle der bisherigen Nummer eins Matej Barisic eine Chance erhalten hatte, darf erneut ran. Fürs Erste im Sande verlaufen ist die Suche nach einer Verstärkung noch für die Abwehr. Stierles Erkenntnis: „Schade, aber der Markt gibt gerade nichts Passendes her.“
Dass die Begegnung schon am Nachmittag beginnt, ergibt sich aus Auflagen des Verbands: Am Naturrasenspielfeld haben die Weilimdorfer kein Flutlicht – ein späterer Start wäre dort nicht möglich gewesen, ohne Gefahr zu laufen, im Fall einer Verlängerung oder gar eines Elfmeterschießens im Halbdunkeln zu verschwinden. Organisatorisch spricht Bachmann von einer „nicht alltäglichen Herausforderung“, ist sich aber unaufgeregt sicher: „Das stemmen wir.“ Zahlreichen ehrenamtlichen Helfern aus allen Teams der Abteilung sei Dank. Und schließlich habe man entsprechende Erfahrung. In der Ausrichtung größerer Events inzwischen ebenso wie mit sportlichen Highlights überhaupt. Siehe oben.