Ali Abdi ist einer der Chefs im Kebaphaus am Feuersee. Der Laden sei auch Familiensache, sagt er. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Wir haben gefragt: Wer macht den besten Döner Stuttgarts? In die Top 5 und somit in die finale Abstimmung hat es das Kebaphaus am Feuersee geschafft. Wir waren dort.

Eine Schlange vor einem Dönerladen, das gibt es auch nicht überall. Beim Kebaphaus am Feuersee müssen sich die Hungrigen bisweilen erst einmal einreihen, bevor bestellt werden kann. Der Döner, der im Stuttgarter Westen kredenzt wird, ist seit längerem in aller Munde. Zeitweise brach ein regelrechter Hype um ihn aus. Dass sich die Bundesliga-Stars des VfB Stuttgart hier hin und wieder ein Fleisch-Sandwich genehmigen, hat die Popularität in neue Höhen getrieben.

 

Deniz Undav war aus dem aktuellen Kader der erste, der den Döner probierte – und offenbar auch einigen Teamkollegen empfahl. Dass er auch denen gemundet hat, davon zeugen Trikots, die in der Ecke des Ladens hängen. Neben einem Undav-Trikot auch Jerseys von Angelo Stiller und Maxi Mittelstädt mit Unterschriften. „Deniz Undav stand einfach irgendwann in der Schlange“, sagt Co-Chef Ali Abdi. „Wir haben uns nett unterhalten, ihm hat’s offenbar geschmeckt.“ Der 35-Jährige ist seit etwas mehr als fünf Jahren beteiligt, davor war er „normaler“ Angestellter. „Ich kümmer’ mich um die Qualität, Serdar kümmert sich ums Papier“, sagt Abdi und lacht.

Jetzt abstimmen: Die Stuttgarter Nachrichten suchen den besten Döner in Stuttgart – und ihr habt zahlreich nominiert. Die fünf Dönerläden mit den meisten Nominierungen stehen nun im Finale, darunter auch das Kebaphaus am Feuersee. Bis zum 11. Januar könnt ihr hier für euren Favoriten abstimmen.

Sieben Monate auf Kundschaft gewartet

Serdar, das ist Serdar Oguz, der das Kebaphaus am Feuersee 2016 eröffnet hat. Davor war es auch schon ein Dönerladen, aber einer unter vielen, und ziemlich heruntergewirtschaftet. Der Erfolg kam nicht über Nacht. „Ich habe die ersten sieben, acht Monate eigentlich nur geputzt und gewartet, dass Kundschaft kommt“, erinnert sich Oguz an die Anfänge in der Silberburgstraße. Irgendwann kamen die Kunden. „Peu a peu wurde es mehr“, sagt er. Inzwischen hat der Laden viele Stammkunden, mittags ist immer gut was los. „Die Leute kommen teils extra aus der Region zu uns – auch aus Reutlingen oder noch weiter weg“, sagt Abdi.

Was ihren Döner von anderen unterscheidet? So ein richtiges Geheimnis haben Oguz und Abdi nicht. „Wir legen großen Wert auf Qualität. Nicht nur der Döner muss schmecken, auch der Laden muss entsprechend aussehen“, sagt Oguz. „Die Leuten sollen ein gutes Gefühl haben, wenn sie zu uns kommen.“ Das müsse dauerhaft so sein, ergänzt Abdi. „Nicht einen Tag so, einen Tag so.“

Beim Döner muss das Komplettpaket stimmen

Wobei das, was über die Theke geht, natürlich schon auch den Geschmack der Kundschaft treffen muss. Abdi hat viel probiert, in Berlin beispielsweise – auch außerhalb Deutschlands. „Aber man muss sagen, guten Döner gibt es eigentlich nur hier, die Österreicher können es auch noch ganz gut.“ Für Serdar Oguz macht es das Gesamtpaket: Fleisch, Brot, Soßen, Gemüse – „das muss alles gut sein“, sagt er. „Dann wird’s ein guter Döner.“ In dieser Hinsicht habe sich einiges getan beim bliebten Fastfood; qualitativ hochwertige Spieße würden sich in Stuttgart inzwischen einige drehen, findet Oguz.

Im Kebaphaus am Feuersee muss alles frisch sein – und zwar jeden Tag aufs Neue. Das versprechen die Besitzer. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Sein Spieß, der im Kebaphaus am Feuersee von einer Maschine geschnitten wird, wird von einer kleinen Manufaktur an der Grenze zu Bayern hergestellt. Hähnchen oder Hochrippe vom Rind kommt rein, was sonst drin ist, wird selbstverständlich nicht verraten. Dass der Laden läuft, das ist im Kabaphaus auch Familiensache. Oguz’ Eltern sind von Anfang an dabei, zwei von Abdis Brüdern arbeiten Vollzeit hinter der Theke, die restlichen Geschwister ab und an. „Wenn jemand von der Familie da ist, läuft es besser“, sagt er.

Was auch besser läuft: Die kleinere Karte. Zeitweise gab es auch ein Mittagsangebot, das haben die Chefs gestrichen. Nun konzentrieren sich auf Döner, Lahmacun und Pide, außerdem Fallafel und Halloumi für die vegan/vegetarische Kundschaft. Das war’s. „Zu viel ist auch nicht gut“, sagt Serdar Oguz. Was sonst besonders ist am Kebaphaus: die Außenterasse, auf die man gelangt, wenn man einmal durch den Laden geht. „Ganz schön“, sagt Oguz. „Bisschen wie am Bodensee, wo ich davor gearbeitet habe“, sagt Abdi.

Wahl zum besten Döner Stuttgarts

Die Abstimmung
In einer ersten Phase konnten die Leserinnen und Leser der Stuttgarter Nachrichten ihren Lieblingsdöner in Stuttgart nominieren. Die fünf Dönerläden mit den meisten Nominierungen stehen nun im Finale. Bis zum 11. Januar könnt ihr hier für euren Favoriten abstimmen. Der Dönerladen mit den meisten Stimmen wird anschließend zum „Besten Döner Stuttgarts“ gekürt.