Die Polizei hat in Fellbach mehrere Verstöße gegen das Messerverbot festgestellt (Symbolfotos). Foto: Stoppel/A. Rometsch

Mit drei Teams prüft die Polizei in Fellbach die Einhaltung der Waffen- und Messerverbote – viele Verstöße überraschen Fahrgäste und Marktbesucher.

Kontrollen der Polizei in Bussen, Bahnen und auf dem Weihnachtsmarkt haben in den vergangenen Wochen mehrere Verstöße gegen bestehende Waffen- und Messerverbote ans Licht gebracht. Ziel der Aktionen war es, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen und gleichzeitig für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum zu sorgen.

 

Nach Polizeiangaben führte das Polizeirevier Fellbach (Rems-Murr-Kreis) an den beiden Freitagen, 12. und 19. Dezember, gezielte Kontrollen im öffentlichen Personennahverkehr sowie auf dem Fellbacher Weihnachtsmarkt durch. Insgesamt waren drei Teams im Einsatz, teils in ziviler Kleidung, teils in Uniform.

Dabei wurden 118 Personen überprüft. In elf Fällen stellten die Beamten Verstöße gegen das Messerverbot im ÖPNV fest. Darüber hinaus registrierte die Polizei weitere Ordnungswidrigkeiten, vor allem Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz.

„Die beiden Kontrollen sind durch die Bevölkerung sehr positiv aufgenommen worden“, resümiert Niels Mayer, Leiter der Führungsgruppe beim Polizeirevier Fellbach. Viele Weihnachtsmarktbesucher und Fahrgäste hätten das bestehende Waffenverbot nicht gekannt. Besonders häufig betroffen waren nach Angaben der Polizei Handwerker auf dem Heimweg, die etwa Teppichmesser mitführten. Ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass solche Messer nur im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erlaubt seien.

In Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs gilt unabhängig von der Klingenlänge ein generelles Messerverbot. In den festgestellten Fällen beließen es die Beamten nach aufklärenden Gesprächen bei mündlichen Verwarnungen.

Neue Waffengesetz-Verordnung ermöglicht schärfere Kontrollen

Rechtsgrundlage für die Kontrollen ist eine Anpassung der Durchführungsverordnung zum Waffengesetz aus dem Dezember 2024. Diese erlaubt es der Polizei, bei öffentlichen Veranstaltungen und im ÖPNV Personen kurzfristig anzuhalten, zu befragen und zu durchsuchen sowie mitgeführte Gegenstände zu überprüfen.

Das Polizeirevier Fellbach kündigt an, auch im Jahr 2026 weitere Kontrollen zur Durchsetzung der Waffenverbote im ÖPNV durchzuführen.