Volleyball-Bundesligist TSV Flacht gelingt mit einer knappen 2:3-Niederlage beim Topteam Dresdner SC ein unerwarteter Punktgewinn – damit sind die Blaubären bester Aufsteiger.
Manchmal steckt auch in der Niederlage ein Erfolg: Die Binder Blaubären haben in der Bundesliga beim Topteam Dresdner SC vor 2600 Zuschauern zwar mit 2:3 (23:25, 18:25, 25:22, 25:23, 11:15) verloren, doch mit diesem einen ergatterten Punkt überholte der TSV Flacht die Skurios Volleys Borken und schließt die Hauptrunde als bester der drei Aufsteiger ab. „Die Mannschaft hat ihre Aufgaben sehr gut erfüllt“, sagte Trainer Manuel Hartmann.
Die Blaubären haben ihrer Premierensaison die Kirsche auf der Sahne hinzugefügt mit einem Punktgewinn beim eigentlich übermächtig scheinenden Gegner Dresden. „Wir haben bewiesen, dass wir in dieser Liga ein ernst zu nehmender Gegner geworden sind“, betonte Hartmann stolz, „wir sind angekommen in der Bundesliga.“
Aufwärtstrend seit dem Münster-Spiel
Seit der Partie beim USC Münster (1:3) Mitte Januar sieht der Coach bei seinem Team einen Aufwärtstrend, acht von elf Punkten hat es seitdem geholt. In Dresden hatt der 39-Jährige von den Spielerinnen gefordert: „Ihr investiert viel, aber es kommt nicht genug dabei raus – kämpft, um euch zu belohnen.“ Und das taten sie.
Obwohl sie nach Sätzen bereits 0:2 zurücklagen, bäumten sich die Blaubären noch einmal auf und zwangen den sechsmaligen deutschen Meister ins Tiebreak – im Entscheidungssatz setzte sich nach 116 Spielminuten schließlich die größere Erfahrung des SC durch. „In Abwehr, Block und Annahme haben wir heute sehr gut agiert“, sagte Manuel Hartmann, „wir haben bis zum Ende mutig dagegengehalten.“ Für den TSV Flacht war die Niederlage dennoch ein gefühlt wunderbarer Saisonabschluss.