Antonia Stautz wechselt nach Polen. Foto: Baumann

Die bisherige Kapitänin des Volleyball-Bundesligisten Allianz MTV Stuttgart wechselt ins polnische Breslau und spielt künftig für Volley Wroclaw – vorher will sie aber noch zur EM.

Ihre Wohnung in Stuttgart hat sie zwar noch, der Umzug steht erst Ende Juli an. Doch allzu oft wird Antonia Stautz dort wohl nicht mehr sein. Verabschiedet hat sich die Kapitänin jedenfalls bereits von ihren bisherigen Mitspielerinnen bei Allianz MTV Stuttgart. „Das war sehr traurig und noch emotionaler, als ich gedacht habe“, sagt die Volleyballerin, „wir waren, im positivsten Sinn, ein ganz spezielles Team.“ Und trotzdem entschied sich die Außenangreiferin, ein neues Abenteuer einzugehen.

 

Der Traum von Antonia Stautz (32) ist, endlich mal im Ausland zu spielen. Am liebsten wäre sie (nicht nur aus finanziellen Gründen) nach Italien gegangen, es gab auch lose Gespräche, am Ende aber nicht mehr. Stattdessen wird die Nationalspielerin nun nach Polen wechseln. „Darauf freue ich mich sehr“, erklärt sie, „der Verein, zu dem ich gehe, wollte mich unbedingt haben. Ich habe beste Aussichten, dort eine gute Rolle zu spielen, das war mir wichtig.“

Das nächste Ziel von Antonia Stautz ist die Nations League

Um welchen Club es sich handelt, darf Antonia Stautz (noch) nicht verraten. Nach Informationen unserer Zeitung hat sie einen Ein-Jahres-Vertrag beim Erstligisten Volley Wroclaw unterschrieben. Der Verein aus Breslau belegte in der vergangenen Saison den vorletzten Platz und verpasste die Play-offs klar. Bis Antonia Stautz in Polen aufschlägt, werden allerdings noch ein paar Monate vergehen – wenn es gut für sie läuft.

Das letzte Spiel von Antonia Stautz im blauen Trikot von Allianz MTV Stuttgart war das Play-off-Halbfinale beim Dresdner SC. Foto: imago/Matthias Rietschel

Derzeit weilt die Außenangreiferin im ersten Sommer-Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Kienbaum. Dort bereitet sich das Team auf die Länderspiele am 16. und 17. Mai in Münster gegen die Niederlande vor. Am 3. Juni beginnt dann die Nations League mit Reisen zu den Turnieren in Quebec (Kanada), Ankara (Türkei) und Belgrad (Serbien). Die Finalrunde würde ab 22. Juli in China stattfinden. Danach beginnt am 21. August die EM in der Türkei, Tschechien, Schweden und Aserbaidschan.

Noch ist der Kader nicht benannt, doch Antonia Stautz hofft, erst in der Nations League und dann auch bei der EM Teil des Teams zu sein – wie zuletzt bei der WM 2025 in Thailand, als die Deutschen im Achtelfinale am späteren Weltmeister Italien scheiterten. „Natürlich würde ich gerne die Nations League und die EM spielen“, sagt Antonia Stautz – auch wenn sie dann einen Großteil der Vorbereitung ihres neuen Clubs in Breslau verpassen würde.