Die Volleyball-Bundesliga ist kein Wunschkonzert – das erste Heimspiel des Neulings ist Mittwoch, was Manager Michael Kaiser mit einem bittersüßen Grinsen quittiert.
Auftakt in Thüringen für die Binder Blaubären des TSV Flacht in der Bundesliga: Der Aufsteiger tritt bei seiner Liga-Premiere am 11. Oktober (18.30 Uhr) bei Schwarz-Weiß Erfurt an. Im ersten Heimspiel in der Bärenhöhle in Weissach wird am Mittwoch, den 15. Oktober (19.30 Uhr), der USC Münster zu Gast sein.
Auch das zweite Heimspiel gegen den VfB Suhl findet an einem Mittwoch statt (29. Oktober) – alles andere als attraktiv fürs Publikum. So hat es aber die Deutsche Volleyball-Liga (VBL) im Spielplan festgelegt. Michael Kaiser ist darüber nicht glücklich. „Wir hätten uns schon gewünscht, unsere Heimpremiere an einem Samstag zu feiern“, sagt der Blaubären-Manager.
Doch die Bundesliga, das müssen die Flachter erfahren, ist kein Wunschkonzert – schon gar nicht für einen Neuling mit Außenseiter-Status. „Da geben die Plattformen und Sender, die die Spiele live übertragen, ein Stück weit die Termine vor“, erläutert Kaiser. Sport 1 und der Streaminganbieter Dyn reden mit, dazu muss die VBL die internationalen Partien der Topteams einplanen, weshalb die Blaubären freilich nicht die erste Geige spielen. „Diese Kröte müssen wir schlucken“, sagt der 41-Jährige, „aber dafür spielen wir nun in der Bundesliga.“
Abgesehen davon hat der Neuling nichts auszusetzen an den Terminen. Positiv: Nur einmal müssen die Flachter Frauen unter der Woche auswärts ran, am Freitag (13. Februar) in Schwerin, und auch die Taktung der Heimspiele findet Kaisers Plazet. Eine Massierung von Heim- und Auswärtsspielen wurde vermieden – mehr als zwei Partien in der Bärenhöhle in Folge gibt es nicht. „Das ist sehr erfreulich“, freut sich Kaiser.
Die Vorbereitung der Blaubären mit dem neuen Cheftrainer Manuel Hartmann beginnt im August, einen ersten Neuzugang hat der TSV Flacht aber schon klar gemacht. Hanna Kögler kommt vom italienischen Zweitligisten Volley Hermaea Olbia, davor spielte die 20-Jährige bei VCO Dresden und wurde 2022 mit dem Dresdner SC deutsche U-20-Meisterin. „Ich erwarte eine Saison mit einigen Herausforderungen, das sehe ich aber auch als Chance, sich als Team weiterentwickeln zu können“, sagt die 1,91 Meter große Außenangreiferin, „es sollte das Ziel sein, sich in der Liga zu etablieren und hoffentlich den ein oder anderen Sieg zu feiern.“
Den Vertrag verlängert hat Alina Stäbler, die in ihre dritte Saison mit den Blaubären geht. „Ich freue mich auf neue Erfahrungen, Herausforderungen, Gänsehautmomente, Spaß und Teamarbeit“, sagt die 24 Jahre alte Libera. Nicht mehr im Kader stehen Valerie Sutterer (FSJ in Tansania), Pauline Kemper (Ziel unbekannt), Johanna Resch (beruflich bedingt) und Marie-Christin Werner (Karriereende).
Übrigens: Die Derbys gegen den mehrmaligen deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart finden am 15. November in der Scharrena in Stuttgart und am 7. Februar 2026 in Weissach statt – beides sind Samstage.