Die U21 des VfB führt beim ambitionierten Drittligisten bis in die Nachspielzeit, muss dann aber doch noch den Ausgleich hinnehmen. Trainer Nico Willig ist dennoch zufrieden.
Lange Zeit sah es danach aus, als würde die U21 des VfB Stuttgart alle drei Punkte beim TSV 1860 München mitnehmen. Bis in die Nachspielzeit führte das Team von Trainer Nico Willig durch das erste Profitor von Mittelfeldspieler Mirza Catovic per Kopf (25.), ehe die Hausherren in der siebten und letzten Minute der Nachspielzeit doch noch zum 1:1-Endstand ausglichen. Sigurd Haugen sicherte nach einer Ecke im Nachschuss, bei der sogar Löwen-Keeper Thomas Dähne mit nach vorne gekommen war, noch einen Punkt.
Zuvor machte der VfB dem Favoriten das Leben vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße über die gesamte Spielzeit schwer und gestaltete die Partie ausgeglichen – wovon auch die Statistiken zeugen. Der VfB hatte 47 Prozent Ballbesitz, außerdem mehr Schüsse aufs Tor (drei zu vier). Chancen für die Stuttgarter gab es durch Mohamed Sankoh nach einem langen Ball (43.) und per Konter (75.), der allerdings unsauber ausgespielt wurde. Auf der Gegenseite lenkte VfB-Keeper Florian Hellstern einen Kopfball von Maximilian Wolfram an die Latte (53.), ehe mit der letzten Aktion doch noch der Ausgleich gelang.
Damit nimmt die U21 des VfB nichtsdestotrotz einen Punkt mit bei den ambitionierten Münchner Löwen, bei denen die Ex-Bundesliga-Spieler Kevin Volland und Florian Niederlechner in der Anfangsformation standen. So fiel auch das Fazit von Trainer Nico Willig nach der ersten Enttäuschung positiv aus: „In der ersten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft. Das zeigt, was diese Mannschaft im Tank hat.“ In der zweiten Hälfte habe man sich dann aufopferungsvoll gegen die Wucht von 1860 gestemmt, so Willig: „Die Jungs haben hier ein tolles Spiel erlebt und beinahe gewonnen, da ist bei mir viel Stolz dabei.“
Die Stuttgarter haben nun in der dritten Liga nach vier Spielen fünf Punkte auf dem Konto. Weiter geht es am 13. September mit dem Heimspiel gegen den FC Saarbrücken.