Der VfB Stuttgart hat in den letzten Jahren auf dem Transfermarkt sehr gut gearbeitet. Wie gut, das zeigen aktuelle Erhebungen des International Centre for Sports Studies (CIES).
Dass es auf dem Transfermarkt rund um den VfB Stuttgart in den letzten Jahren recht umtriebig zugegangen ist, da reicht ein simpler Blick auf die Personalbewegungen. Erstrecht seit Fabian Wohlgemuth im Dezember 2022 eingestiegen ist, hat es Dutzende Transfers gegeben – Zugänge zum VfB selbst oder Abgänge zu anderen Clubs, per Leihe oder permanent.
Das Internationale Zentrum für Sportstudien – besser bekannt unter seinem französischen Namen Centre International d’Étude du Sport (CIES) – ist ein unabhängiges Forschungs- und Bildungsinstitut mit Sitz in Neuchâtel in der Schweiz und behält solche Transferaktivitäten genau im Auge. Dort beschäftigt man sich vor allem mit dem Transfermarkt, den Marktwerten einzelner Spieler oder den Transferstrategien und -modellen ganzer Vereine.
In einer aktuellen Erhebung schneidet der VfB besonders gut ab. In dieser kategorisiert man die „cleversten Vereine auf dem Transfermarkt in Bezug auf die Finanzbilanzen der als Profis verpflichteten Spieler“, die bereits wieder fest zu anderen Mannschaften transferiert wurden. Dem VfB wird hier der Spitzenplatz drei von insgesamt einigen Dutzend Clubs aus aller Welt zugeschrieben – und zwar im Zeitraum seit 2021.
Rang eins belegt Eintracht Frankfurt mit einer Gesamtbilanz von +286 Mio. Euro (78. Mio Euro Ausgaben, 364 Mio Euro Einnahmen). Auf dem zweiten Platz folgt Brighton and Hove Albion (+221, 171, 392; hier spielt auch der Transfer von Deniz Undav zum VfB Stuttgart hinein) – und dann kommt schon der VfB Stuttgart.
Satte 178 Mio. Euro Plus weist die Handelsbilanz der Schwaben auf, die mit einem Einsatz von 48 Mio. Euro 226 Mio. Euro Transfergewinne erwirtschaftet haben. Hier zeigen sich die letzten drei Sommertransferphasen mit den Abgängen Dinos Mavropanos, Borna Sosa, Wataru Endo (2023), Hiroki Ito, Waldemar Anton, Serhou Guirassy (2024) sowie Enzo Millot und Nick Woltemade (2025) noch einmal besonders deutlich in der Bilanz.
Im innerdeutschen Vergleich macht der VfB noch einmal einen Platz gut, steigt hinter Frankfurt auf Rang zwei. Abgeschlagen am Ende des Tableaus rangiert Borussia Dortmund. Also der Club, der im Bewertungszeitraum seit 2021 allein für Gregor Kobel, Serhou Guirassy, und Waldemar Anton rund 60 Mio. Euro nach Stuttgart überwiesen hat.