Der VfB hat mit einem seiner großen Talente vorzeitig verlängert: Florian Hellstern hat ein neues Arbeitspapier unterzeichnet. Dennoch wird er im Sommer wohl den Club verlassen.
Die letzten Wochen verging kaum ein Tag ohne neue Nachrichten rund um Florian Hellstern. Welche Vereine an dem Stuttgarter Keeper alles ihr Interesse bekundet haben sollen, war stets ein Thema. Oder auch, wie der VfB Stuttgart in der kommenden Saison seine Torwartfrage wohl beantworten würde – schließlich kehrt mit Dennis Seimen eine designierte neue Nummer eins von seiner Leihe aus Paderborn zurück, Alexander Nübel könnte allerdings auch vom FC Bayern erneut ausgeliehen werden und Hellstern ist ja schließlich auch noch da.
Und der 18-Jährige, der beim VfB seit 2017 sämtliche Jugendjahrgänge durchläuft, ist mittlerweile vom verheißungsvollen Talent zum Leistungsträger der Drittligamannschaft avanciert. Unter den notenbesten Spielern in der 3. Liga wird Hellstern an Position vier geführt, als bester Keeper der Liga. Regelmäßig trainiert er bereits bei Sebastian Hoeneß, regelmäßig tauchte er auch in den Spieltagskadern für die internationalen Einsätze auf. Auch beim DFB setzt man bei der U-19-Nationalmannschaft auf Hellstern.
Der 1,88m große Torhüter durchläuft seine Entwicklungsschritte in Sieben-Meilen-Stiefeln. Und bekam nun die Belohnung. Nach Informationen unserer Redaktion hat man sich in dieser Woche nach vielen zuvor positiv verlaufenden Gesprächen auf eine neue Vertragslaufzeit geeinigt. Hellsterns bisheriger Vertrag wäre zum 30.6. 2027 ausgelaufen. Eine Situation, die auch andere Clubs hat hellhörig werden lassen, nicht zuletzt die Badner vom SC Freiburg.
Just vor dem Pokal-Halbfinale gegen den SCF hat Hellstern nun seinen Vertrag beim VfB Stuttgart vorzeitig bis 2030 verlängert. Ein gewinnbringender Deal für beide Seiten. Der VfB bindet ein Toptalent und Hellstern bekommt eine gewisse Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Es ist dennoch zu erwarten, dass sich die Wege der Parteien im Sommer trennen – vorerst. Denn Hellstern ist für die 3. Liga bereits zu gut und er gilt zudem als enorm ehrgeizig, möchte sich auf die nächste Stufe entwickeln.
Daher steht nach Informationen unserer Redaktion für den Sommer eine Leihe in den Raum – entweder in eine kleinere Liga im benachbarten Ausland mit Aussicht auf die Position der Nummer eins – zum Beispiel in die Schweiz. Oder in die zweite Bundesliga. Dort wird beim SC Paderborn ein Platz frei – weil Seimen zum VfB zurückkommt. Und wer weiß, vielleicht wird, wenn es zu einem Wechsel auf Leihbasis nach Paderborn kommt, aus dem Kaderplatz in der zweiten Liga sogar einer in der ersten. Schließlich steht der SCP kurz vor einer Rückkehr ins deutsche Oberhaus.