Die Schweizer Nationalspieler müssen sich derzeit in Geduld üben. Der Stuttgarter Trainer äußert sich zu den Gründen – und den Perspektiven der beiden Profis auf mehr Einsatzzeit.
Mit zwei Siegen ist der VfB Stuttgart stark ins neue Jahr gestartet, für die beiden Schweizer Nationalspieler im Kader läuft es persönlich aber noch nicht wunschgemäß: Fabian Rieder und Leonidas Stergiou warten nach wie vor auf ihre ersten Pflichtspielminuten 2025, sowohl im Auswärtsspiel beim FC Augsburg (1:0) als auch zu Hause gegen RB Leipzig (2:1) blieben sie die kompletten 90 Minuten auf der Bank – obwohl beide jeweils einsatzfähig gewesen wären.
Grundlegend unzufrieden ist der Stuttgarter Cheftrainer aber nicht. Im Gegenteil. Sebastian Hoeneß lobte die beiden Profis auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Freiburg an diesem Samstag (15.30/Liveticker) ausdrücklich – und ging auch auf die beiden Fälle im Detail ein, die jeweils etwas unterschiedlich gelagert sind.
Bei Offensivspieler Rieder ist durch die Rückkehr des zuvor verletzten Jamie Leweling und die Verpflichtung von Jacob Bruun Larsen (von der TSG Hoffenheim) auf der Außenbahn eine neue Konkurrenzsituation entstanden – bislang zu seinen Ungunsten. „Natürlich kann er nicht zufrieden sein in dieser Konstellation“, sagt Hoeneß, ergänzt aber auch: „Er ist überhaupt nicht weit weg. Wir haben sehr viele Spiele.“ Mit Blick auf die anstehenden englischen Wochen könnte der technisch starke Standardschütze also bald seine Chance bekommen.
Stergiou fehlte in der Hinrunde dieser Saison lange
Hoeneß hat keine Zweifel, dass Rieder dann auch bereit sein wird: „Fabi ist einer, der sich davon nicht beeindrucken lässt. Der wird weiter marschieren und genau das tun, wenn er wieder auf dem Platz steht. Und das ist nur eine Frage der Zeit.“
Der zweite Schweizer Nationalspieler im Kader der Stuttgarter, Leonidas Stergiou, fehlte indessen nach der Europameisterschaft im Sommer lange verletzt – ehe er gegen Jahresende wieder zu seinen ersten Einsätzen auf der rechten Außenverteidiger-Position kam und sich nun wieder hinten anstellen muss. Für Hoeneß hat das auch noch mit der Ausfallzeit im Herbst 2024 zu tun. „Er war einfach lange raus“, so der Trainer. Vor allem mit Ball am Fuß benötige der Prozess noch Zeit.
Hinzu kommt auch hier die Konkurrenzsituation: „Wir haben aktuell eine Konstellation, dass wir nur noch mit Dan-Axel Zagadou einen haben, der nicht mehr zur Verfügung steht“, so Hoeneß, „das führt dazu, dass sich Leo gerade hinten anstellen muss, aber ganz sicher nicht weit weg ist.“
Derzeit ist Josha Vagnoman als rechter Außenverteidiger gesetzt, bald aber könnte auch Stergiou mit seinem hohen Tempo im Antritt gefragt sein. „Ein sehr verlässlicher Spieler, den man immer bringen kann, wenn es darum geht, Gegner zu verteidigen“, sagt Hoeneß, „auch mit Ball sehe ich schon wieder Entwicklungen, wie die Dinge selbstverständlicher werden. Das ist sehr eng, er ist nah dran, aber aktuell muss er noch ein bisschen Geduld haben.“