Sieht sich in einem Dreikampf mit dem Leipziger David Raum und dem Frankfurter Nathaniel Brown um zwei WM-Tickets: VfB-Profi Maximilian Mittelstädt. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Sein VfB-Trainer Sebastian Hoeneß ist „ein Fan“ von Maxmilian Mittelstädt. Der will sich mit einer guten Leistung gegen Celtic Glasgow auch weiter für die WM empfehlen.

Im Hinspiel im Celtic-Park von Glasgow, da hat Maximilian Mittelstädt am vergangenen Donnerstag eine Premiere erlebt: Denn die Partie auf der Insel war die erste von 37 VfB-Pflichtspielen in dieser Runde, in welcher der Linksfuß keine Minute spielte, obwohl er fit war. Ramon Hendriks hatte auf der Position des linken Verteidigers den Vorzug erhalten; an diesem Donnerstag (18.45 Uhr/RTL) steht Maximilian Mittelstädt im Playoff-Rückspiel der Europa League gegen die Schotten aber wieder in der Startelf.

 

„Natürlich hätte ich auch in Glasgow gerne gespielt. Wir können in dieser Runde aber rotieren, ohne einen Qualitätsverlust zu haben. Das zeichnet uns aus“, sagte Mittelstädt vor dem erneuten Duell mit den Grün-Weißen: „Wir haben alle Bock auf das Spiel. Trotz der sehr guten Ausgangslage gehen wir in die Partie, als stünde es 0:0 “, ergänzte Mittelstädt.

„Sein Wert für die Mannschaft ist sehr groß – quasi seit ich hier beim VfB begonnen habe. Er kam ja kurz nach mir. Ich bin ein Fan von Maxi. Er hat gleich eine sehr wichtige Rolle angenommen – und das hat sich bis zum heutigen Tage nicht verändert“, sagte der Trainer Sebastian Hoeneß. Was unterstreicht: Der ehemalige Herthaner, der im Sommer 2023 nach Stuttgart kam, ist nach wie vor eine ganz wichtige Größe im Konzept des VfB. Auch wenn er zuletzt seine Leistungen nicht so konstant auf höchstem Niveau abgeliefert hat, so wie man das in den beiden Vorsaisons von ihm gewohnt war.

Bereits am Sonntag in der Bundesliga-Partie beim 1. FC Heidenheim (3:3) ist der gebürtige Berliner wieder von Beginn an mit dabei gewesen. Und sorgte auf der Ostalb für ein Novum: Denn Mittelstädt ist in dieser Saison ligaweit der einzige Spieler, der in einer Partie einen Elfmeter verursacht (gegen Eren Dincki) und einen verwandelt hat (nach einem Foul an Chema).

Der bisher letzte Auftritt von Maximilian Mittelstädt im Nationaltrikot war die verlorene Partie in der WM-Quali in der Slowakei im September 2025. Foto: IMAGO/Eibner

Bei der EM 2024 noch in vier von fünf deutschen Auftritten gesetzt, war der 28-Jährige bei Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt außen vor: Seine bis dato letzte Partie spielte Mittelstädt Anfang September 2025 beim verpatzten Auftakt der WM-Qualifikation mit dem 0:2 in Bratislava gegen die Slowakei. In den letzten vier Quali-Partien wurde er gar nicht mehr nominiert.

Doch der Blondschopf bleibt kämpferisch: „Mein Ziel ist es, mich für die WM zu empfehlen – und über gute Leistungen wieder ins Team reinzurutschen. Ich sehe da einen Dreikampf um die Position hinten links. Zwei werden mitgenommen, denke ich“, sagte Mittelstädt, dessen Konkurrenten der Leipziger David Raum sowie der Frankfurter Nathaniel Brown sind.

„Ich halte ihn für einen Spieler, den du sehr gut gebrauchen kannst bei der WM“, sagte Sebastian Hoeneß: „Aber Julian muss natürlich noch ein paar mehr Dinge beachten, in die ich keinen Einblick habe. Aber Maxi hat bereits gezeigt, dass er auch gegen sehr gute Gegner ein hohes Level erreichen kann.“

Ende März stehen die beiden letzten Länderspiele vor der heißen WM-Phase an: Am 27. März geht es für die DFB-Elf im Baseler St. Jakob-Park gegen die Schweiz, ehe am Montag, 30. März, das Team aus Ghana in Stuttgart der Gegner ist. Mittelstädt hätte dann ein Heimspiel – und würde vor vertrauter Kulisse natürlich gerne mit dabei sein.