Jovan Milosevic (rechts) soll künftig für Werder Bremen jubeln. Foto: IMAGO/Starsport

Der Stürmer steht vor einer neuen Herausforderung in Bremen. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth spricht von einer „Win-Win-Win-Situation“ des sich anbahnenden Transfers.

Dass Jovan Milosevic sich einen Verbleib bei Partizan Belgrad gut hätte vorstellen können, ist kein Geheimnis. In den zurückliegenden zwölf Monaten blühte der Leihspieler des VfB Stuttgart dort regelrecht auf, steuerte in 30 Pflichtspielen starke 19 Tore bei und setzte sich mit seinem Club in der ersten serbischen Liga auf Platz eins vor Dauerrivale Roter Stern Belgrad fest. Jetzt aber endet die gemeinsame Zeit vorerst: Milosevic steht vor einer Leihe zu Bundesliga-Konkurrent Weder Bremen – und verabschiedet sich bereits im sozialen Netzwerk Instagram aus Belgrad: „Vielen Dank euch allen für das beste Jahr meines Lebens. Bis zum nächsten Mal.“

 

Die Werderaner leihen den Stürmer bis Saisonende für eine Gebühr im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich aus, eine Kaufoption hat der VfB nicht gewährt. Nach seinen starken Auftritten in Serbien soll der 20-Jährige nun unter Beweis stellen, dass er auch in der Bundesliga seine Tore macht. Die Bremer hatten nach nur 18 eigenen Treffern in der ersten Bundesliga-Jahreshälfte Handlungsbedarf gesehen und intensiv nach einem Mittelstürmer Ausschau gehalten.

Fabian Wohlgemuth spricht von möglicher „Win-Win-Win-Situation“

Aus Sicht des VfB ergibt der bevorstehende Wechsel für alle Seiten Sinn. „Wir haben über einen Transfer gesprochen“, bestätigte der Stuttgarter Sportvorstand Fabian Wohlgemuth am Rande des Spiels bei Bayer Leverkusen (4:1), „der eine Win-Win-Win-Situation werden könnte.“

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und die weiteren VfB-Verantwortlichen haben in den vergangenen Tagen mit Werder Bremen verhandelt. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Im besten Fall sollen also alle drei Seiten profitieren. Milosevic, der in einer großen Liga die Chance auf Einsatzzeit und den nächsten Schritt hat. Werder Bremen, das neue Optionen für seine stockende Offensive erhält. Und der VfB, der nun aus nächster Nähe verfolgen kann, ob das Sturm-Talent nicht nur in Serbien auftrumpfen kann – sondern auch in der höchsten deutschen Spielklasse.

2027 endet der Vertrag des Angreifers in Stuttgart, sodass im kommenden Sommer die Weichen für die weitere Zukunft gestellt werden. Kehrt er zum VfB zurück? Wird der Vertrag verlängert? Die Eindrücke der nächsten Monate werden maßgeblich darüber entscheiden.