Für drei Stuttgarter geht es im kommenden März mit ihren Nationalteams in den Play-offs um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.
Atakan Karazor ist mit einem lange ersehnten Glücksgefühl aus der Länderspielpause nach Bad Cannstatt zurückgekehrt. Der Kapitän des VfB Stuttgart absolvierte zuletzt seine ersten beiden A-Länderspiele für die Türkei, nachdem er zuvor trotz mehrmaliger Einladungen nicht eingesetzt worden war. „Wir haben uns alle gefreut für ihn, ich habe es natürlich verfolgt in den letzten Monaten“, sagt VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, „jetzt ist er ganz offiziell türkischer Nationalspieler. Das ist etwas. Das bleibt für immer.“ Natürlich hoffe man nun, dass noch einige Spiele dazu kommen würden.
Fest steht: Die nächsten Länderspiele haben direkt eine immense Bedeutung. Für Karazor und die Türkei geht es im kommenden März um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA , wenn in den entscheidenden Play-offs ein Mini-Turnier ansteht. Der Modus: Vier Mannschaften spielen in zwei Halbfinals und einem Endspiel einen WM-Teilnehmer aus. Die Türkei trifft dabei zunächst vor heimischem Publikum auf Rumänien, ehe in einem möglichen Finale auswärts der Gewinner der Partie zwischen der Slowakei und dem Kosovo warten würde.
Für Ermedin Demirovic könnte es gegen Italien um das WM-Ticket gehen
Karazor ist dabei nicht der einzige Stuttgarter, der in den Play-offs um seinen WM-Traum spielt: Gleiches gilt für Stürmer Ermedin Demirovic, der derzeit zwar verletzt fehlt – in fittem Zustand aber in den vergangenen Jahren stets für die Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas nominiert war. In den Entscheidungsspielen im März tritt die Mannschaft zunächst auswärts in Wales an – woraufhin im Erfolgsfall eine schwierige Aufgabe droht: Italien, das im anderen Halbfinale auf Nordirland trifft. In einem möglichen Finale hätten Demirovic und Bosnien-Herzegowina allerdings Heimrecht.
Dritter WM-Kandidat des VfB ist Nikolas Nartey, der in der zurückliegenden Abstellungsperiode erstmals in den Kader der dänischen A-Nationalmannschaft berufen wurde – aber noch auf sein Debüt wartet. Die Dänen empfangen in den Play-offs zunächst Nordmazedonien und würden im zweiten Spiel auswärts auf den Sieger der Partie zwischen Tschechien und Irland treffen. Das vierte Play-off-Turnier geht ohne Stuttgarter Beteiligung über die Bühne, wenn in den Halbfinals die Ukraine gegen Schweden und Polen gegen Albanien spielt.
Andere Akteure des VfB Stuttgart sind mit ihrem Land derweil schon für die kommende Endrunde qualifiziert: Offensivakteur Bilal El Khannouss mit Marokko sowie Verteidiger Luca Jaquez mit der Schweiz haben jeweils den ersten Platz ihrer Gruppe belegt, der zur direkten Teilnahme berechtigt. Auch die deutsche Mannschaft hat ihr Ticket für die Weltmeisterschaft bereits sicher – wobei offen ist, welche Spieler Bundestrainer Julian Nagelsmann letztlich nominieren wird. Zuletzt standen in Alexander Nübel und Jamie Leweling zwei Stuttgarter im Aufgebot.