Zwei der Torschützen gegen Maccabi: Maximilian Mittelstädt (vorne) und Lorenz Assignon Foto: Baumann/Alexander Keppler

Das praktisch feststehende Weiterkommen in der Europa League darf für die Stuttgarter nur ein erster Schritt gewesen sein, kommentiert David Scheu.

Keine Frage, ein rundum souveräner Auftritt war es gerade in der zweiten Hälfte nicht immer, den der VfB Stuttgart beim 4:1-Sieg gegen Maccabi Tel Aviv hingelegt hat. Vor allem in der Phase nach dem Tor zum 3:0 leistete sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß einige Hänger und Nachlässigkeiten, die Führungsspieler wie Deniz Undav auch zurecht monierten. Zugleich änderte das nichts daran, dass der Erfolg ein klar verdienter war: Der VfB wurde seiner Favoritenrolle gerecht, dominierte die Partie über weite Strecken, löste die Aufgabe letztlich souverän – und steht nun so gut wie sicher in der K.o.-Runde.

 

Das aber darf nur ein erstes Etappenziel gewesen sein. Zwei Spiele bleiben noch, um einen der ersten acht Plätze in der Ligaphase der Europa League zu erreichen – und damit den direkten Einzug ins Achtelfinale klarzumachen. Mit 13 Punkten liegt derzeit der FC Porto auf Rang acht, 12 Zähler haben die Stuttgarter vor den beiden abschließenden Duellen beim italienischen Erstligisten AS Rom und gegen die Young Boys Bern auf dem Konto. Der direkte Sprung ins Achtelfinale ist also möglich – und er muss nun auch das Ziel der Stuttgarter sein.

Sebastian Hoeneß und der VfB haben das Weiterkommen in der Europa League praktisch sicher. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Zum einen, weil sich der Bundesligist so zwei englische Wochen im Februar in den Play-offs ersparen und Kräfte schonen würde, was in der zweiten Saisonhälfte zu einem wichtigen Faktor werden kann.

Zum anderen aber vor allem, weil die Mannschaft mit ihrer Qualität auch den Anspruch erheben kann, in diesem Wettbewerb unter den besten acht Mannschaften dabei zu sein: Fußballerisch war man in jedem der sechs bisherigen Spiele mindestens ebenbürtig mit dem Gegner – jetzt besteht die Chance, die vermeidbaren Niederlagen beim FC Basel (0:2) und bei Fenerbahce Istanbul (0:1) noch zu korrigieren. Der VfB befindet sich in der Europa League wieder in einer guten Ausgangslage – und ist jetzt gefordert, nachzulegen.