Zweimal in Folge im Halbfinale des DFB-Pokals – das gab es schon einmal. Gewinnt der VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg, würde er dennoch Geschichte schreiben.
Der Reiz des ersten Mals – ist meistens groß. Aber: Warum soll das zweite Mal weniger schön werden? Beim VfB Stuttgart jedenfalls ist der Hunger auf die Teilnahme am Endspiel des DFB-Pokals mit dem Erlebnis von 2025 noch lange nicht gestillt. Vielmehr ist die Lust auf eine Wiederholung noch gestiegen, seit jeder weiß, was es bedeutet, im Olympiastadion von Berlin um einen Titel zu spielen.
Der VfB Stuttgart hat an diesem Donnerstag (20.45 Uhr) jedenfalls eine historische Chance. Bei einem Sieg über den SC Freiburg würde das Team des Trainers Sebastian Hoeneß zum zweiten Mal in Folge im Finale stehen. Das gab es in der Vereinsgeschichte der Weiß-Roten noch nie.
„Die Chance, die es gibt, wollen wir ergreifen – mit beiden Händen.“ Das hatte der Chefcoach bereits vor dem Viertelfinale bei Zweitligist Holstein Kiel gesagt – und ergänzt: „Wir wissen, was der Reiz dieses Wettbewerbs ist.“ Worte, die nach wie vor gelten. Erst recht vor dem anstehenden Halbfinale, das zudem ein baden-württembergisches Landesduell ist.
Zweimal in Folge im Endspiel – das wäre neu. Dass der VfB in zwei aufeinanderfolgenden Jahren das Halbfinale spielt, hat es dagegen schon einmal gegeben. In der Saison 1996/1997 traf die damalige Mannschaft des Trainers Joachim Löw auf den Hamburger SV – und feierte nach dem 2:1-Erfolg den Finaleinzug. Krassimir Balakov hatte den VfB in Führung gebracht, der Ex-Stuttgarter Jürgen Hartmann ausgeglichen. Dann machte Thomas Schneider den Siegtreffer.
Im Finale besiegte der VfB dann in einem einseitigen Match den damaligen Zweitligaaufsteiger Energie Cottbus mit 2:0 (zweimal Giovane Elber) – und setzte in der Spielzeit danach erneut zum Höhenflug an.
Im Europapokal der Pokalsieger erreichte Löw mit seinem Team das Endspiel, das gegen den FC Chelsea verloren ging. Aber auch im DFB-Pokal waren die Stuttgarter erneut erfolgreich und erreichten zum zweiten Mal in Folge das Halbfinale. Gegner war im Februar 1998 der FC Bayern. Die Partie ging 0:3 verloren (Tore durch Dietmar Hamann, Mehmet Scholl und Michael Tarnat) – was auch deshalb bitter war, weil im Finale mit MSV Duisburg ein durchaus schlagbarer Gegner gewartet hätte.
Schafft es der VfB Stuttgart nun ins Finale, ist am 23. Mai in Berlin der FC Bayern oder Bayer Leverkusen der Kontrahent.