Harter Pokalkampf: der VfB-Stürmer Badredine Bouanani (links) lernt auf die unsanfte Art Nadiem Amiri kennen. Foto: IMAGO/DeFodi Images

Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß zeigt beim Achtelfinaleinzug, dass sie mit Widerständen besser umzugehen weiß als noch vor kurzem, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Es läuft. Der VfB Stuttgart hat beim 1. FSV Mainz 05 eine insgesamt souveräne Leistung geboten und ist durch das 2:0 in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. So weit die nüchternen Fakten eines erfolgreichen Abends. Ebenso wichtig ist jedoch, wie die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß den Sieg herausgespielt und gesichert hat. Denn dabei wird klar: Der VfB hat an Stabilität gewonnen. Durch ein breit aufgestelltes Team, das leidenschaftlich verteidigt. Das ist die Basis des Stuttgarter Spiels und wird unterstützt durch einen Lerneffekt aus den vergangenen Monaten.

 

Die VfB-Profis wissen immer besser den Widerständen einer intensiven Begegnung zu trotzen. In Mainz war es die Härte, die von den Gastgebern ins Spiel gebracht wurde, um den schwäbischen Kombinationsfluss zu unterbrechen. Von der ersten Aktion an. Doch die Stuttgarter ließen sich weder den Schneid abkaufen noch aus dem Konzept bringen. Die Tore durch Luca Jaquez (6.) und Atakan Karazor (73.) belegen das zum einen, zum anderen behielten die Gäste auch in schwächeren Spielphasen die Kontrolle.

Doch nun steht der nächste nationale Stresstest an – bei RB Leipzig. Ein Bundesliga-Spitzenspiel, da der Tabellenzweite den Tabellendritten erwartet. Der VfB reist jedoch mit Selbstvertrauen an und will sich auch in Sachsen nicht aus der Erfolgsspur bringen lassen. Fünf Ligasiege gab es zuletzt für den Pokalsieger – plus jetzt das Weiterkommen im Cupwettbewerb. Auch, weil es Hoeneß verstanden hat, gut mit den Kräften des Kaders umzugehen. In Mainz gab es wie zuvor wieder zehn personelle Wechsel, um Frische auf den Platz zu bekommen. In Leipzig wird der Trainer sicher erneut rotieren lassen, um am Ende eine möglichst stabile Elf auf das Feld zu schicken.