Vorstandschef Alexander Wehrle äußert sich wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode zu den Planungen mit dem Mittelfeld-Regisseur.
Die Zeit läuft. Am kommenden Montag schließt das Transferfenster in den großen europäischen Fußballligen, was Spekulationen und Gerüchten naturgemäß Hochkonjunktur verleiht. Auch rund um den VfB Stuttgart. Dessen Mittelfeldspieler Angelo Stiller wurde zuletzt immer wieder mit großen Vereinen in Verbindung gebracht, unter anderem in Zusammenhang mit Real Madrid und Manchester United fiel zuletzt sein Name in den vergangenen Tagen.
Völlig überraschend kommt das nicht, in seinen beiden bisherigen Jahren beim VfB hat sich der Taktgeber im Zentrum unverzichtbar gemacht und auch international in den Fokus gespielt. Schon vergangenes Jahr hatte etwa Real-Legende Toni Kroos den Königlichen eine Verpflichtung Stillers empfohlen. Aber: In diesem Sommer steht kein Wechsel im Raum – und das soll sich auch dann nicht ändern, wenn das bislang lose Interesse in konkrete Anfragen übergehen würde, wie nun der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle im Fernsehsender „Welt TV“ bestätigte.
Wehrle: „Er möchte mit zur Weltmeisterschaft“
Ob Stiller in Stuttgart bleibe? „Ja sicher, klar. Definitiv“, so Wehrle. Wie Nick Woltemade auch besitzt Stiller keine Ausstiegsklausel, wie im Fall des Stürmers planen die Stuttgarter fest mit dem Mittelfeldspieler. Hinzu kommt: Im Gegensatz zu Woltemade, der sich mit dem FC Bayern schon einig gewesen sein soll, hegt Stiller in diesem Sommer keine Wechselgedanken. „Ange hat von Anfang an gesagt, dass er auch bei uns diese Saison spielen will“, sagt Wehrle – und nennt einen wichtigen Grund: „Er möchte mit zur Weltmeisterschaft. Für ihn ist es wichtig, dass er bei uns eine gute Rolle spielt und dann auch die Möglichkeit hat, nächstes Jahr bei der Weltmeisterschaft zu spielen.“
Die WM steigt im kommenden Sommer – und dass der deutsche Bundestrainer Julian Nagelsmann bei seinen Personalentscheidungen großen Wert auf regelmäßige Einsatzzeiten der Spieler im Verein legt, hat er immer wieder betont. Diese Spielzeit ist Stiller in Stuttgart sicher: Er spielt praktisch immer, wenn er nicht mal gesperrt oder verletzungsbedingt ausfällt.
Nun geht er in sein drittes Jahr beim VfB und soll dabei erneut diese zentrale Rolle einnehmen. „Da gab es überhaupt gar keine Diskussionen“, sagt Wehrle, „Ange ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Von daher gab es da nicht eine Sekunde eine Debatte intern, ob er jetzt den Verein verlässt.“ Nächstes Jahr, ergänzt der Vorstandschef zugleich, könne dann eine neue Situation entstehen. Das aber ist Zukunftsmusik, im Hier und Jetzt liegt der volle Fokus des VfB auf der Saison 2025/26. Mit Angelo Stiller.