Der VfB Stuttgart tritt in der nächsten Saison in der Champions League an. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart spielt wieder in der Champions League. Wie der Wettbewerb funktioniert, wer als Gegner droht – und welche Termine wichtig sind.

Nach dem letzten Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt steht fest: Der VfB Stuttgart spielt in der kommenden Saison in der Fußball-Champions League. Damit schaffte Trainer Sebastian Hoeneß mit seiner Mannschaft zum zweiten Mal nach 2024 den Sprung in die Königsklasse des Fußballs, wo nun sämtliche europäische Schwergewichte auf den VfB warten. Doch wie ist der Fahrplan für die neue Saison?

 

Der Modus

Den Modus kennen die Stuttgarter bereits aus ihren Auftritten in der Champions League aus der Saison 2024/25 und aus der vergangenen Spielzeit, als die Mannschaft in der Europa League antrat. Erneut nehmen 36 Vereine an der Hauptrunde teil, wobei jedes Team viermal zuhause und viermal auswärts spielt. Anders als früher, als die Mannschaften in Gruppen eingeteilt wurden, fließen alle Punktgewinne in eine große Tabelle ein.

Nach acht Spieltagen wird dann abgerechnet: Die besten acht Teams schaffen den direkten Einzug ins Achtelfinale, während die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis 24 die restlichen Achtelfinaltickets in einer Play-off-Runde ausspielen. Ab Platz 25 ist die europäische Saison vorzeitig beendet, einen „Abstieg“ in die Europa League gibt es nicht mehr.

Die Mannschaften

Aus der Bundesliga haben sich neben dem VfB auch noch Meister FC Bayern München, Borussia Dortmund sowie RB Leipzig qualifiziert. Allerdings sind länderinterne Duelle in der Ligaphase ausgeschlossen, weshalb der Fokus auf dem internationalen Teilnehmerfeld liegt. Als Gegner warten hier die „üblichen Verdächtigen“ des europäischen Fußballs – aus Spanien etwa der FC Barcelona oder Real Madrid, aus England der FC Arsenal, Finalist der aktuellen Saison, oder Manchester City.

Mit 19 Treffern bester Torjäger des VfB in dieser Saison: Deniz Undav Foto: Baumann/Hansi Britsch

Sieben der 36 Tickets werden über eine Qualifikationsrunde vergeben, sodass das komplette Teilnehmerfeld erst nach deren Abschluss am 26. August feststeht. Anschließend erfolgt die Auslosung, bei der die qualifizierten Vereine anhand ihres Uefa-Koeffizienten in vier Töpfe eingeteilt werden. Dabei trifft jedes Team auf zwei Mannschaften aus dem eigenen sowie auf jeweils zwei Teams aus den anderen Töpfen. Der VfB steht im Uefa-Ranking aktuell nur auf Platz 80, weshalb sich die Hoeneß-Elf voraussichtlich im vierten Topf wiederfinden wird.

Die Termine

Gespielt wird in der Champions League traditionell dienstags und mittwochs. Eine Ausnahme gibt es allerdings am ersten Spieltag. Dieser geht zwischen dem 8. und 10. September über die Bühne, wodurch ausnahmsweise auch Spiele am Donnerstag stattfinden. Der Hintergrund: Die Europa und Conference League, für die der Donnerstag eigentlich reserviert ist, starten erst später. Der letzte Spieltag findet gebündelt am Mittwoch, den 27. Januar 2027 statt, um die Chancengleichheit zu wahren.

Die Termine der Ligaphase im Überblick:

  • 8.-10. September (1. Spieltag)
  • 13./14. Oktober (2. Spieltag)
  • 20./21. Oktober (3. Spieltag)
  • 3./4. November (4. Spieltag)
  • 24./25. November (5. Spieltag)
  • 8./9. Dezember (6. Spieltag)
  • 19./20. Januar (7. Spieltag)
  • 27. Januar (8. Spieltag)

Danach geht es ab 18. Februar mit den Play-offs weiter, die Achtelfinalpartien starten am 11. März. Die Viertelfinale steigen zwischen dem 6. und dem 14. April, über die Finalisten wird im Halbfinale zwischen dem 29. April und dem 6. Mai entschieden.

Die Übertragung

DAZN überträgt zwar die meisten Partien, allerdings hat sich mit Amazon Prime ein weiterer Streaming-Anbieter die Exklusivrechte an ausgewählten Spielen am Dienstag gesichert. Möglicherweise benötigen VfB-Fans daher zwei Abos, um alle Duelle ihrer Mannschaft sehen zu können. Das Finale läuft zusätzlich im ZDF und ist damit als einziges Champions League-Spiel frei empfangbar.

Das Finale

Schauplatz des großen Finales ist das Estadio Metropolitano in Madrid, das bereits 2019 das Champions League-Endspiel beheimatete. Das als Spielstätte von Atletico Madrid bekannte Stadion bietet Platz für 70.692 Zuschauer. Der Sieger des Wettbewerbs spielt auch in der Saison 2027/28 in der Königsklasse und tritt zusätzlich gegen den Sieger der Europa League im Uefa Super Cup an.

Die Prämien

Lukrativ ist die Champions League besonders unter finanziellen Gesichtspunkten. Zwar hat die Uefa noch keine Informationen über die Prämien für die Saison 2026/27 herausgeben, die Zahlen der abgelaufenen Spielzeit sprechen jedoch für sich. So ist davon auszugehen, dass der VfB alleine für die Teilnahme mindestens 18,62 Millionen Euro kassiert.

Für jeden Sieg in der Ligaphase winken zusätzlich 2,1 Millionen Euro, ein Remis bringt immerhin 700.000 Euro. Auch Beteiligungen an TV-Einnahmen schrauben die Prämien nach oben. Wer lange im Wettbewerb bleibt, hat entsprechend gute Chancen, das eigene Konto immer weiter aufzustocken. Paris St. Germain und der FC Arsenal, die sich am 30. Mai im Finale in Budapest gegenüberstehen, haben in der laufenden Saison jeweils mehr als 120 Millionen Euro über die Champions League eingenommen.