Den Schlossplatz dürften viele der Feyenoord-Fans, die in Stuttgart weilen, wahrgenommen haben. Foto: IMAGO/imagebroker/Box to Box Pictures/Bastiaan Poutsma

In Stuttgart sind vor dem VfB-Spiel die Holländer los. Was die Feyenoord-Fans, die schon in der Landeshauptstadt sind, von dieser halten, tun einige im Netz kund.

Die Holländer erobern den Kessel. An diesem Donnerstag (21 Uhr/MHP-Arena) trifft Feyenoord Rotterdam auf den VfB Stuttgart. Schon in den Tagen vor der Europa-League-Begegnung machten einige Fans des 16-maligen niederländischen Meisters einiges an Radau; andere zogen aber auch einfach durch die Stadt und machten sich ein Bild von dieser.

 

Im Netz stießen die Gäste aus den Niederlanden ihre eigene „Stadtbild“-Debatte an – dabei ging es nicht um die Stuttgarterinnen und Stuttgarter, sondern tatsächlich darum, wie Stuttgart an sich so daherkommt. Gut weg kam der Kessel dabei größtenteils nicht.

„Ein toller erster Eindruck!“, schreibt dieser Gast aus dem Nachbarland. Ganz ernst meint er das wohl nicht. „Was ich an Besuchen in neuen Städten so liebe, ist, dass man immer etwas Einzigartiges entdeckt. Es sind die kleinen Dinge, die einem Ort seinen eigenen Charakter verleihen. In Stuttgart sind es die Blumenautomaten“.

Das „Benko-Loch“ an der Königstraße hat „Leonie“ entdeckt. Ihr Kommentar dazu lässt sich in etwa mit „Das war schon so“ übersetzen.

Dieser Nutzer ist wohl noch auf dem Weg nach Stuttgart. Er habe „schon wunderschöne Bilder aus Stuttgart gesehen“. Vermutlich meint er die Feyenoord-Fans, die schon in der Stadt weilen.

Ob’s wirklich das erste Kaltgetränk war? Dieser Feyenoord-Fan, der dem Vernehmen nach aus Bulgarien kommt, hat das Stuttgarter Bier verköstigt. Es gibt ein „Dinkelbacker“ – auszusetzen hat er wohl nichts ...

Auch diesen Damen scheinen zumindest die Getränke, die ihnen in Stuttgart kredenzt werden, zu munden. Auswärtsfahrten seien „das Beste“, finden sie.

Es gibt auch vereinzelte Fußballfans, die Gefallen an der Landeshauptstadt gefunden haben. „Stuttgart hat Potenzial!“, lautet der kurze Kommentar dieses Nutzers zur Kesselstadt. Die Kommentatoren unter dem Posting sehen das allerdings anders. „Haben ein Schloss, das war’s“, schreibt ein Nutzer beispielsweise.

Die Polizei und der VfB Stuttgart rechnen am Donnerstag mit insgesamt rund 3000 Anhängern des Traditionsclubs aus den Niederlanden. Teile der Fanszene gelten als gewaltbereit – deshalb war die Polizei auch schon am Mittwoch im Einsatz. Größtenteils blieb es aber friedlich. Vor der Partie planen die Feyenoord-Anhänger einen Marsch zum Stadion.