Andy Hinkel wurde beim VfB Stuttgart zum Profi, bei Glasgow Celtic verbrachte er über drei Jahre seiner Karriere. So blickt er auf das Los in der Europa League.
Als am Freitagmittag gegen 13.25 Uhr in Nyon die Kugel gezogen wurden, die unter anderem die Paarung VfB Stuttgart gegen Celtic FC ergaben, wurde das auch in Leutenbach entsprechend wahrgenommen. Da saß Andy Hinkel vor dem Laptop und verfolgte die Ziehung der Europa-League-Play-offs gebannt. Schlussendlich kam es dann so, dass zwei seiner Ex-Clubs nun gegeneinander antreten werden.
„Die Wahrscheinlichkeit war ja sehr hoch, dass das Los so kommt, es war ja eine 50/50-Chance. Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr gefreut. Ein tolles Los für beide Clubs“, sagt Hinkel, der einst beim VfB vom Nachwuchsspieler erst zum Jungen Wilden, dann zum Nationalspieler wurde. Bei den Schotten war er insgesamt 3,5 Jahre aktiv.
VfB-Legende Andy Hinkel schwärmt von der Celtic-Familie
„Der Kontakt zu Celtic ist nie abgebrochen. Wenn du einmal für Celtic gespielt hast, dann bleibt diese Verbindung für immer. Dann gehört man zur Celtic-Familie. Erst im September war ich dort eingeladen, habe für die Celtic Legends ein Spiel gemacht und meine ganze Familie dabei gehabt“, schwelgt die VfB-Legende, dessen älteste Tochter einst während seiner Zeit in Schottland in Glasgow geboren wurde.
Auf einen klaren Favoriten wollte sich der ehemalige Außenverteidiger im Vorfeld der beiden Spiele nicht festlegen. Die Saison der „Bhoys in Green“ hat Hinkel intensiv verfolgt und kann daher das Potenzial der Schotten gut einschätzen. „Celtic hat eine für ihre Verhältnisse turbulente Saison, zuletzt wieder an Stabilität gewonnen und auch Ergebnisse gemacht. Es fehlt vielleicht ein klassischer Stürmer, der Tore macht. Aber sie haben sich auch beinahe für die Champions League qualifiziert, da haben nur Kleinigkeiten gefehlt“, so Hinkel.
Andy Hinkel sieht die Paarung VfB und Celtic offen
„Ich sehe die Paarung absolut offen. Wenn Celtic seine Auswärtsschwierigkeiten auf internationalem Boden in den Griff bekommt, sind sie ein schwerer Brocken für den VfB“, meint er abschließend. Womöglich wird sich Hinkel am 19. Februar selbst vor Ort ein Bild machen – noch ist offen, ob der 43-Jährige die Reise nach Schottland antreten wird.