Der VfB Stuttgart spielt in der nächsten Saison sicher in der Europa League, auch die Königsklasse ist noch möglich. Wie unterscheiden sich die beiden Wettbewerbe eigentlich? Ein Überblick.
Conference, Europa und Champions League. Das sind die drei internationalen Wettbewerbe im europäischen Fußball. Der VfB Stuttgart spielt in der nächsten Saison mindestens in der Europa League, welcher Verein noch in die Königsklasse einzieht, entscheidet sich an diesem Samstag (ab 15.30 Uhr) am letzten Bundesligaspieltag.
Aktuell kämpfen neben dem VfB noch die TSG Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen um den begehrten Platz. Die Stuttgarter treten im entscheidenden Duell am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt an. Die Partie ist für beide Mannschaften richtungsweisend, denn auch die Eintracht kann noch auf eine Teilnahme an der Conference League hoffen.
Vier deutsche Startplätze in Champions League
Doch wie unterscheiden sich eigentlich die Europa und die Champions League?
In der Champions League spielen die besten europäischen Teams. Aus der Bundesliga schon sicher qualifiziert sind der FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig. Insgesamt stehen der Bundesliga vier Startplätze in der Königsklasse zu.
Die zwei besten Länder in der Uefa-Saisonwertung sichern sich noch einen zusätzlichen Startplatz in der Champions League. Für die nächste Saison dürfen sowohl England als auch Spanien einen fünften Teilnehmer schicken, da die Clubs aus diesen beiden Ländern die meisten Punkte geholt haben.
In der Europa League, der zweithöchsten europäischen Spielklasse, spielen Teams, die zu den besseren Mannschaften ihres jeweiligen Landes gehören, sich jedoch nicht für die Königsklasse qualifizieren konnten. Von der Bundesliga ziehen der Tabellenfünfte und -sechste in den Wettbewerb ein. Vor dem letzten Spieltag wären das die TSG Hoffenheim sowie Bayer Leverkusen.
In beiden internationalen Wettbewerben nehmen in der Saison 2026/ 2027 36 Mannschaften teil. Nach mehreren Qualifikationsrunden und den Play-Offs startet anschließend die Ligaphase. In der Königsklasse spielen die Topclubs der jeweiligen Länder. Aus der englischen Premier League sind etwa Manchester City, der FC Arsenal und Manchester United dabei. Aus Spanien nehmen der FC Barcelona, Real Madrid, Atletico Madrid sowie der FC Villareal teil. Der diesjährige französische Champions-League-Finalist Paris Saint-Germain spielt auch in der nächsten Saison wieder in der Königsklasse. Darüber hinaus sind noch die Meister der jeweiligen Ligen sicher qualifiziert: aus Italien wäre das Inter Mailand, der portugiesische Meister FC Porto, der PSV Eindhoven aus den Niederlanden, für die Türkei Galatasaray Istanbul sowie der ukrainische Meister FC Shakhtar Donezk.
Höhere Prämien in der in Champions League
In der Europa League bereits jetzt sicher dabei ist der spanische Club Real Sociedad, außerdem ist dem Sieger der Conference League ein Startplatz garantiert. Im Endspiel des dritthöchsten europäischen Wettbewerbs treffen am 27. Mai in Leipzig der Premier-League-Club Crystal Palace und der madrilenische Verein Rayo Vallecano aufeinander.
Die Prämien fallen in der Europa und in der Champions League sehr unterschiedlich aus. In der diesjährigen Champions League-Saison wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 2,5 Milliarden Euro ausgeschüttet. Jeder der 36 teilnehmenden Clubs erhielt eine Startprämie von 18,62 Millionen Euro. Titelverteidiger Paris Saint-Germain kam in der Saison 2024/ 2025 etwa auf Einnahmen von mehr als 144 Millionen Euro.
In der Europa League fallen die Prämien um rund zwei Milliarden Euro geringer aus. Hier stehen 565 Millionen Euro zur Verfügung. Die Startprämien für jeden Club in diesem Wettbewerb lagen in dieser Saison bei 4,31 Millionen Euro. Der diesjährige Europa League-Finalist SC Freiburg hat bisher rund 33 Millionen Euro eingenommen, bei einem Sieg im Finale über Aston Villa (20. Mai, 21 Uhr) würden noch mal zehn Millionen Euro dazukommen.
In Deutschland werden die meisten Champions League Partien derzeit auf DAZN übertragen. Die Europa League läuft in der nächsten Saison überwiegend bei RTL+, einzelne Spiele werden teilweise im Free-TV gezeigt.
Das Finale der Europa League findet am 26. Mai 2027 im Deutsche Bank Park in Frankfurt statt, die Königsklasse ermittelt gut eine Woche später am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid ihren Sieger.