Nach zehn Spielen in der Bundesliga, zwei im Pokal und vier in der Europa League steht der VfB Stuttgart gut da. Wenn weitere Entwicklungsschritte folgen, ist noch mehr möglich.
Am Ende ging dann doch der eine oder andere auf dem Zahnfleisch – trotz der ganzen Rotation in den vergangenen Wochen. Sieben Spiele in 23 Tagen, das zehrte dann doch. Umso wichtiger war, dass der VfB Stuttgart auch den Abschluss dieses intensiven Blocks siegreich hat gestalten können.
3:2 gegen den FC Augsburg, der sechste Bundesliga-Heimsieg, den Platz in der Spitzengruppe untermauert – und ein Stürmer, der mit zunehmender Fitness seine Leichtigkeit und Treffsicherheit zurückerlangt hat. Viel zu meckern gab es da nicht am Sonntagabend.
Klar, den beiden Gegentoren gingen so ärgerliche wie unnötige individuelle Fehler voraus. Und klar ist auch: Wenn sich demnächst die Topgegner aus Dortmund, München, Leverkusen und Frankfurt dem VfB entgegenstellen, sollten sich diese Patzer nicht wiederholen. Dennoch gilt: Die Stuttgarter haben in der ersten Hälfte dieser Vorrunde eine gute Basis gelegt.
Zu den Fakten, dass der VfB in der Liga top dasteht, im DFB-Pokal noch im Rennen ist und auch in der Europa League den Anschluss wieder hergestellt hat, kommt: Fast der gesamte Kader hat in den vergangenen Wochen Spielzeit erhalten, hat Rhythmus aufbauen können und darf sicher sein, als wichtiger Baustein zu gelten. Wichtige Neuzugänge wie Bilal El Khannouss sind gut integriert worden. Und sogar das Fehlen der wichtigsten Angreifer (erst Deniz Undav, dann Ermedin Demirovic) hat der Trainer Sebastian Hoeneß gemeinsam mit seinen Spielern einigermaßen kompensieren können.
Das alles kann nun helfen, die nächsten Schritte zu gehen. Dass diese notwendig sein werden, zeigt der schon erwähnte Blick auf die kommenden Aufgaben. Es wird nicht leichter. Ganz im Gegenteil.