Nach vier Ligasiegen will die Hoeneß-Elf auch gegen die Rheinhessen an diesem Sonntag (17.30 Uhr) erfolgreich sein, ehe am Mittwoch in Mainz das DFB-Pokalspiel ansteht.
Die englischen Wochen haben den VfB weiter im Griff – da hieß es auch für die Offiziellen des VfB Stuttgart, sich nicht mehr allzu lange mit dem Blick in den Rückspiegel aufzuhalten. „Heute Abend sind wir enttäuscht, aber am Sonntag geht es weiter – und dann werden wir wieder ein leidenschaftliches Spiel unserer Mannschaft sehen“, das sagte der Stuttgarter Vorstandschef Alexander Wehrle auf dem nächtlichen Bankett in Istanbul unmittelbar nach dem vermeidbaren 0:1 in der Europa League bei Fenerbahce Istanbul.
Zweimal Mainz, so lauten nun die nächsten Aufgaben für die VfB-Elf von Trainer Sebastian Hoeneß. Zunächst empfängt der Pokalsieger an diesem Sonntag (17.30 Uhr) den 1. FSV zuhause in der Liga – am Mittwoch (18 Uhr) muss man dann in der zweiten Pokalrunde bei den Rheinhessen ran. „Wir freuen uns auf das erste von zwei dicht aufeinanderfolgenden Spielen gegen Mainz, unser voller Fokus ist auf den Sonntag gerichtet“, sagt der VfB-Trainer Hoeneß.
Klar ist, dass die Stuttgarter als Favoriten in die Partien gehen. Und dies nicht nur, weil sie als aktueller Bundesliga-Dritter die vergangenen vier Spiele allesamt gewonnen haben. „Wir wollen diese Serie am Leben halten“, sagt der VfB-Keeper Alexander Nübel.
„Wir hoffen, dass wir unsere gute Heimserie fortsetzen können. Wir kennen die Mainzer und wissen um ihre Stärken, der aktuelle Tabellenplatz in der Bundesliga spiegelt die Qualität der Mannschaft nicht wider“, ergänzt Sebastian Hoeneß: „Wir wissen, dass wir am Sonntag wieder am Limit sein müssen und wollen mit Gier – insbesondere vor dem gegnerischen Tor – agieren und eine gute Leistung zeigen.“
Die Mainzer, die in der Bundesliga nach sieben Spieltagen lediglich einen Sieg, das 4:1 beim FC Augsburg, vorweisen können und die derzeit mit vier Punkten Drittletzter der Tabelle sind, haben unter der Woche etwas für das Selbstvertrauen tun können. Gegen den bosnischen Meister Zrinjski Mostar gab es für die Elf von FSV-Trainer Bo Henriksen nach einem Treffer von Nelson Weiper einen 1:0-Heimerfolg. Der Trainer brachte dabei neun neue Spieler in die Startelf. Unter anderem Nadiem Amiri und Paul Nebel werden nun aber auf dem Platz zurück erwartet. Gespielt haben die Mainzer ihre Partie in der Conference League wie der VfB in Istanbul am Donnerstagabend. Beide Teams gehen also nicht ausgeruht ans Werk.
Für den VfB bedeutet dies, dass personell erneut rochiert werden dürfte, schließlich benötigen einige Spieler eine Pause. Ein Kandidat hierfür ist neben dem Abwehrchef Jeff Chabot und Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt womöglich auch Stürmer Tiago Tomas, der ganz vorne durch Deniz Undav ersetzt werden könnte. Es wäre der erste Startelfeinsatz für den lange am Knie verletzten Undav seit acht Wochen.
Nach längerer Auszeit aufgrund von Adduktorenproblemen dürfte derweil Finn Jeltsch sein Comeback in der Innenverteidigung des VfB feiern. Lange hatte der frisch gekürte Kapitän der U21-Nationalelf aussetzen müssen, nachdem er sich im Europa-League-Heimspiel gegen Celta Vigo (2:1) verletzt hatte. Jetzt ist Jeltsch wieder fit – und brennt auf einen Einsatz gegen Mainz.