Jeff Chabot wurde gegen den SC Freiburg in der Schlussphase eingewechselt. Foto: imago/Jan Huebner/Gerhard Schultheiß

Die beiden Verteidiger haben beim Heimsieg gegen den SC Freiburg keine Hauptrollen inne. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth erläutert, worauf die jeweilige Entscheidung fußte.

In der Defensive des VfB Stuttgart ist Jeff Chabot in dieser Saison eine feste Größe. Der Neuzugang vom 1. FC Köln hat sich in der Innenverteidigung festgespielt, sorgt dort mit seiner Zweikampfstärke für Stabilität, steht in der Regel in der Startelf. Am Samstag beim 4:0-Sieg gegen den SC Freiburg aber war das anders: Ameen Al-Dakhil und Anthony Rouault spielten innen von Beginn an, während Chabot erst in der Schlussphase für Al-Dakhil eingewechselt wurde.

 

Leistungsgründe spielten dabei aber keine Rolle, ebenso wenig taktische Erwägungen wie noch im vergangenen Dezember gegen Union Berlin. Stattdessen bekam Chabot am Samstag ob des straffen Pensums eine Verschnaufpause, wie Fabian Wohlgemuth erläuterte: „Sonst hätte er vier Spiele in zehn Tagen absolvieren müssen. Und rein statistisch steigt dann eben einfach die Gefahr, dass es zu körperlichen Problemen kommt“, so der Stuttgarter Sportvorstand: „Das wollten wir von Anfang an ausschließen, ohne dass er die gehabt hätte.“

Wohlgemuth: „Es ist jetzt schon ein harter Konkurrenzkampf“

Zu zehn Minuten Einsatzzeit kam Chabot gegen die Breisgauer immerhin noch – im Gegensatz zu Leonidas Stergiou. Der Schweizer Nationalspieler wartet noch auf sein erstes Pflichtspiel für den VfB in diesem Jahr und stand anders als zuvor gegen RB Leipzig (2:1) nicht einmal im Kader. Belastungssteuerung oder Rotation war hier nicht der Grund, wie Wohlgemuth bestätigte: „Er ist fit und gesund.“

Vielmehr sei die Konkurrenzsituation derzeit eine hohe: „Wir haben einen Kader, der sehr variabel agieren kann und inzwischen sehr breit ist, weil sich einige Spieler in den Fokus gespielt haben, mit deren extrem schneller Entwicklung zumindest das Umfeld vor zwei bis drei Monaten noch nicht gerechnet hat“, so der Sportchef des VfB.

Auf Stergious angestammter Position als rechter Außenverteidiger ist Josha Vagnoman seit Wochen gesetzt, zudem drängen sich momentan in der Viererkette Innenverteidiger Al-Dakhil und auf der linken Seite Ramon Hendriks auf. „Es ist jetzt schon ein harter Konkurrenzkampf“, sagt Wohlgemuth, „und da müssen alle liefern. Jeden Tag im Training und auch in den Spielen.“