VfB Stuttgart bei Roter Stern Belgrad
: Auch dank Silas-Treffer – VfB geht in Belgrad unter

Der VfB Stuttgart wartet in der Champions League weiter auf den zweiten Sieg. Die Rot-Weißen verlieren gegen Roter Stern Belgrad trotz früher Führung deutlich mit 1:5.
Von
red/sid
Stuttgart
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  • Ausgerechnet VfB-Leihspieler Silas Katompa (Rechts) besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

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  • Ermedin Demirovic brachte den VfB früh in Führung. Eine Flanke von Maximilian Mittelstädt landete über Umwege vor den Füßen des Stürmers, der den Ball humorlos in die Maschen drosch.

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  • Doch die Freude über den Führungstreffer währte nicht lange. Ausgerechnet der an Roter Stern ausgeliehene Silas Katompa erzielte nur sieben Minuten nach dem 1:0 für den VfB mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck den Ausgleich.

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  • Und in der 31. Minute kam es dann noch dicker für den VfB. Young-woo Seol ließ Pascal Stenzel im Eins gegen Eins alt aussehen und bediente in der Mitte Rade Krunić (Bild), der den Ball aus etwa sieben Metern mit dem linken Fuß unhaltbar oben ins linke Eck schoss.

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  • Beflügelt von der Pausenführung übernahm der Gastgeber in der zweiten Halbzeit das Kommando und erspielte sich Chance um Chance. Eine davon nutzt Mirko Ivanić in der 65. Minute zum 3:1. Dem Kopfballtor war ein Eckball vorausgegangen.

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  • Doch damit nicht genug. Nur vier Minuten später fing sich der VfB den nächsten Gegentreffer. Nemanja Radonjić blieb nach einem langen Sprint vor Alexander Nübel ganz cool und besorgte die Entscheidung. In der 88. Minute machte der Joker dann sogar noch seinen zweiten Treffer – zum 1:5 aus Sicht des VfB.

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Der VfB Stuttgart ist in der hitzigen Atmosphäre des Belgrader „Marakana“ eiskalt erwischt worden: Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß verlor das Hochrisikospiel bei Roter Stern nach einer teils desolaten Vorstellung deutlich mit 1:5 (1:2) und steht nach dem herben Rückschlag im Kampf um die Achtelfinal-Play-offs nun noch mehr unter Druck.

Ermedin Demirovic gelang schon in der 5. Minute die VfB-Führung. Für den Bosnier war es sein erstes Tor in der Königsklasse. Ausgerechnet Silas glich aus (12.). Der Offensivspieler ist vom VfB derzeit nach Belgrad ausgeliehen. Rade Krunic (31.), Mirko Ivanic (65.) und Nemanja Radonjic (69./88.) sorgten anschließend mit ihren Treffern für großen Frust bei den Schwaben.

VfB in der Champions League zum Siegen verdammt

Gegen Young Boys Bern (11. Dezember), Slovan Bratislava (21. Januar) und Paris Saint Germain (29. Januar) ist der deutsche Vizemeister nun zum Siegen verdammt, um sein Minimalziel noch zu erreichen. „Wir werden mindestens vier, eher fünf, sechs Punkte brauchen, um weitere Champions-League-Spiele zu erleben“, hatte Hoeneß schon vor Anpfiff betont. Bislang hat der VfB nach fünf Spielen gerade einmal vier Zähler auf dem Konto. Für Roter Stern waren es die ersten Punkte in der Ligaphase überhaupt.

Vor der brisanten Partie war es zu einigen Vorfällen gekommen. In der Innenstadt von Belgrad gab es gewalttätige Auseinandersetzungen. Zudem waren etliche Anhänger der Schwaben an der Grenze zu Serbien wieder umgekehrt. Von unverhältnismäßigen Kontrollen war die Rede. Der VfB hatte schon im Vorfeld vor unkalkulierbaren Risiken gewarnt. Teile der Ultras von Roter Stern gelten als gewaltsuchend. Deshalb herrschte Alarmstufe Rot.

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VfB verliert nach früher Führung den Faden

Auch im Stadion Rajko Mitic ging es von Beginn an hoch her. Hoeneß warnte vor einer „hitzigen Atmosphäre“. Aber darauf sei sein Team „eingestellt“. Dies zeigte sich schnell: Demirovic verwandelte eine Kopfballvorlage von Enzo Millot eiskalt per Aufsetzer. Zuvor hatte schon Chris Führich die Chance zur frühen Stuttgarter Führung gehabt.

Das Tor brachte aber keine Ruhe ins VfB-Spiel. Im Gegenteil: Silas nutzte einen Ballverlust der Gäste aus, wurde bei seinem überlegten Schuss allerdings auch nicht entscheidend gestört. Den Jubel sparte sich Silas.

Der VfB ohne die verletzten Deniz Undav, Dan-Axel Zagadou, Jamie Leweling und El Bilal Toure wirkte in der Folge verunsichert. Bezeichnend das 1:2, als Kapitän Atakan Karazor im Strafraum den Ball nicht traf, dafür aber der freistehende Krunic.

Erst danach fing sich der VfB wieder, es fehlte trotz klarer Überlegenheit oft die Durchschlagskraft. Roter Stern blieb bei Kontern gefährlich. Alexander Nübel rettete zunächst einige Male, ehe erneute Patzer der VfB-Defensive das Spiel entschieden.