Sebestian Hoeneß hat als Trainer des VfB Stuttgart eine Top-Bilanz gegen Borussia Dortmund. Hilft ihm die im Topspiel am Samstag? So schätzt der Coach den Gegner ein.
Borussia Dortmund war ja noch nicht immer der Lieblingsgegner des Trainers Sebastian Hoeneß. Als Coach der TSG Hoffenheim stehen gegen den BVB in den Geschichtsbüchern: drei Niederlagen, ein Unentschieden. Das drehte sich, als er das Team des VfB Stuttgart übernahm. Seit dem Frühjahr 2023 gab es zwei Unentschieden und fünf Siege für Hoeneß und seine Weiß-Roten. Nun steht wieder ein Duell mit Schwarz-Gelb an – und die Frage lautet: Hilft so eine Statistik auch für kommende Aufgaben?
„Die Statistik spricht eine klare Sprache“, sagte Hoeneß am Donnerstagvormittag, betonte aber sogleich: „Man muss jedes Spiel und jede Saison individuell betrachten.“ Mehr wollte er auf seine eigenen BVB-Bilanz dann gar nicht mehr eingehen. Sieben Spiele ohne Niederlage gegen die Borussia, das sei zwar „eine enorme Zahl“, die werde ihm und seiner Mannschaft am Samstag aber „nicht weiterhelfen“. Also stellte Hoeneß lieber die Größe der bevorstehenden Aufgabe in den Fokus.
„Ich habe großen Respekt vor der Leistung, die Niko Kovac mit seinem Team gezeigt hat“, sagte der VfB-Coach über die Dortmunder und ihren Trainer. Kovac hatte die Mannschaft im Februar 2025 übernommen und von Platz elf noch in die Champions League geführt. Aktuell stehen die Dortmunder vor dem VfB auf Platz zwei der Bundesligatabelle – und haben von 27 Partien erst zwei verloren.
Duell um Platz 2? Hoeneß wehrt ab
„Es tun sich sehr viele Mannschaften sehr schwer, gegen die Dortmunder zu spielen“, sagte also Sebastian Hoeneß und lobte: „Der BVB spielt eine herausragende Saison.“ Acht Punkte Vorsprung hat die Borussia auf den VfB – weshalb der Stuttgarter Coach von einem bevorstehenden Angriff auf Platz zwei eher nichts wissen möchte. Die Dortmunder, führte er stattdessen weiter aus, seien „eine Mannschaft, die sehr, sehr stabil daherkommt. Sie sind sehr fleißig, stark bei Standards, spielen strukturiert und mit klaren Abläufen“. Dazu komme, wie immer in den vergangenen Jahren, „eine große individuelle Klasse.
Auf die verletzten Emre Can und Felix Nmecha muss der BVB allerdings verzichten. Nicht nur deshalb rechnet sich Sebastian Hoeneß trotz aller Lobeshymnen etwas aus – und schaute dann doch noch einmal zurück: „Wir haben gegen Dortmund zuhause schon gute Spiele gemacht.“ Und: „Wir trauen uns zu, die Dortmunder auch diesmal zu ärgern. Es wird sicher ein heißes Spiel, es wird Spaß machen.“ Vor allem dann, wenn er am Ende seine eigenen Top-Bilanz gegen den BVB ausgebaut haben sollte.