Am vergangenen Samstag konnten fast 100 Linienbusse eine zentrale Haltestelle in der Innenstadt nicht anfahren. Die Stuttgarter Straßenbahnen verweisen auf den Rückstau vor einem Parkhaus – und auf eine benachbarte Baustelle. Gelöst ist das Problem nicht.
Die Warnung ist am vergangenen Samstag um kurz vor 11 Uhr am Vormittag eingetroffen: Nutzer der App des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) wurden informiert, dass die Busse der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) die Haltestelle Dorotheenstraße nicht bedienen können. Grund sei eine „Verkehrsbehinderung“.
Parkplatzsuche in Stuttgart: Busse werden umgeleitet
Wem die Nachricht bekannt vorkam, der lag nicht falsch. Immer wieder hat der Nahverkehr an dieser zentralen Stelle der Innenstadt unweit des Charlottenplatzes mit dem selben Phänomen zu kämpfen. „Wenn Pkws auf der Fahrbahn vor der Einfahrt zum Dorotheen-Quartier-Parkhaus auf der Straße stehen bleiben, obwohl das Parkhaus belegt ist, blockieren sie die An- und vor allen Dingen Abfahrt der Busse an der Haltestelle Dorotheenstraße“, erklärt eine SSB-Sprecherin.
Das bleibt nicht ohne Folgen für die Fahrgäste der Buslinien 43 und 44. Die haben am Samstag über Stunden hinweg die Haltestelle Dorotheenstraße in Fahrtrichtung Rathaus nicht bedienen können. Laut SSB hätten zwischen 10 und 18 Uhr „insgesamt 96 Busse beider Buslinien die Haltestelle“ nicht anfahren können. An dem Halt sei SSB-Personal eingesetzt worden, um Fahrgäste auf die Probleme und die Ausweichhaltestelle Rathaus hinzuweisen.
SSB und Stadt arbeiten an einer Lösung
Für die SSB ist der Vorgang nicht gänzlich neu, habe sich aber seit der Einrichtung der Großbaustelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo das Haus der Medien und der sogenannte Mobility-Hub entstehen, nochmals verschärft. „Das Phänomen tritt häufig an Samstagen auf, und in der Wahrnehmung der SSB verstärkt, seit das Breuninger-Parkhaus nicht mehr zur Verfügung steht“, sagt die SSB-Sprecherin. „SSB und Stadt arbeiten aktuell gemeinsam an einer dauerhaften Lösung.“