Lutz Meschke war maßgeblich am Porsche-Einstieg beim VfB Stuttgart beteiligt. Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel

Der Topmanager hat den Porsche-Einstieg beim Bundesligisten ermöglicht. Zuletzt gab es wegen seiner Rolle aber Diskussionen. Nun ist klar, wie es mit ihm weitergeht.

Beim VfB Stuttgart tut sich was im Aufsichtsrat. Lutz Meschke, der auch dem Präsidialausschuss angehört, wird das Kontrollgremium zum Jahresende verlassen. Das bestätigte die Porsche AG, die beim Fußball-Bundesligisten als Investor fungiert und wie Mercedes 10,4 Prozent der Anteile hält. „Wir bedanken uns bei Lutz Meschke für sein engagiertes Wirken beim VfB Stuttgart“, sagte am Donnerstagabend ein Porsche-Sprecher, „er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Weltmarkenbündnis entstanden ist.“

 

Damit ist der im Sommer 2023 verkündete Einstieg der Porsche AG als zweiter großer Investor neben Mercedes gemeint. Die Porsche-Tochter MHP übernahm die Namensrechte am Stadion im Neckarpark. Auch beim Sponsoring-Deal des VfB mit der LBBW (Trikotsponsor seit Sommer 2025) hat Meschke mitgewirkt. Über eine Nachfolge hat der Sportwagenhersteller noch nicht entschieden. „Die Nachfolge werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben“, heißt es. Der Produktionsvorstand Albrecht Reimold vertritt Porsche derweil weiterhin im VfB-Aufsichtsrat.

Über Meschkes Rolle wurde in den vergangenen Monaten mehrfach gesprochen, da er als Finanzvorstand der Porsche AG abberufen wurde und seither für die Porsche Automobil Holding SE tätig ist. Ein Platz im VfB-Aufsichtsrat war ihm aber zugesichert worden. Nun hat sich der Topmanager entschieden, diesen zu räumen.

Lutz Meschke drückt dem VfB weiter die Daumen

Selbstbestimmt, da im Hintergrund auch darüber diskutiert wurde, ob die formaljuristischen Rahmenbedingungen noch eingehalten werden, wenn Meschke am Ball bleibt. Das hatte vor allem der VfB-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Allgaier hinterfragt – mit Blick auf die Beteiligungsvereinbarung und Vorgaben der Deutschen Fußball-Liga.

Porsche ist offiziell seit 2024 Investor beim Stuttgarter Traditionsverein. Ohne Meschke wäre das nicht möglich gewesen. Doch jetzt ist klar, dass er zum 31. Dezember aus dem Kontrollgremium ausscheidet. Meschke betont: „Ich wünsche unserem VfB Stuttgart für die Zukunft alles Gute und freue mich auf viele weitere sportliche Erfolge.“