Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach treten an diesem Freitagabend, 19.30 Uhr, beim FSV Waiblingen an. Das Hinspiel endete vor 800 Zuschauern mit 2:2.
Wenn an diesem Freitagabend, 19.30 Uhr, die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach auf dem Rasenplatz am Oberen Ring beim FSV Waiblingen antreten, dann ist „Derby-Time“angesagt. „Wir freuen uns alle auf dieses Spiel und sind heiß darauf. Es ist schon etwas Besonderes“, sagt Kiriakos Gountoulas, der mit seinem Bruder Nicos das Trainergespann beim SVF bildet. Im Hinspiel im vergangenen Oktober hatten sich beide Teams vor rund 800 Zuschauern im Max-Graser-Stadion mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. Seinerzeit waren die Gäste mit sieben Punkten aus neun Spielen Letzte, die Fellbacher mit zwölf Punkten Sechste. Allerdings waren die Gastgeber zuvor in vier Spielen nacheinander sieglos gewesen.
Mittlerweile, nach 25 Spieltagen, hat der FSV seine Punktzahl zwar fast verdreifacht (20), hängt als Vorletzter mit der schlechtesten Defensive (64 Gegentore) aber weiterhin tief im Abstiegskampf. Neun Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf den momentanen Relegationsplatz. Vermutlich kann das Team um den Trainer Patrik Ribeiro-Pais nur noch ein Fußballwunder vor dem Gang in die Landesliga retten – auch wenn es nach dem Spiel gegen den SVF ausnahmslos auf Gegner aus der Abstiegszone trifft.
Die Trainer des SV Fellbach haben einen Vergangenheit beim Gegner
Dass die Fellbacher keinen Beitrag zu diesem Wunder leisten möchten, ist klar. „Wir wollen die drei Punkte selbst mitnehmen“, sagt Kiriakos Gountoulas, dessen Team als klarer Favorit ins Spiel geht und das für ihn und seinen Bruder in doppelter Hinsicht besonders ist. Denn beide haben eine Vergangenheit beim FSV, waren in Waiblingen sechs Jahre als Jugendtrainer engagiert. „Wir kennen quasi alle“, sagt Kiriakos Gountoulas. Am Freitagabend müssen die Freundschaften für 90 Minuten ruhen.
Die Mannschaft des FSV Waiblingen hat ein anderes Gesicht
Im Vergleich mit dem Hinspiel hat sich beim FSV Waiblingen einiges in personeller Hinsicht getan. So kam in Philipp Gutsche in der Winterpause ein Torwart vom TSV Nellmersbach, der zuvor jahrelang in Fellbach die Nummer eins war; außerdem Nabil Mouhssine vom Oberligisten FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Und erst in diesem Monat haben sich in Amour Nnokoson, der zuletzt in der U19 des FC Ingolstadt gespielt hatte, und Marco Ostuni von der A-Jugend der SG Sonnenhof Großapsach zwei Youngsters dem FSV angeschlossen – beide mit sofortiger Spielberechtigung. Nicht zu vergessen: auch Marcel Zimmermann, der im Hinspiel mit einem Kreuzbandriss ausgefallen war, ist wieder fit und für Kiriakos Gountoulas einer der besten Stürmer der Verbandsliga. Zuletzt beim 1:4 in Weilimdorf fehlte er aber angeschlagen.
Der SV Fellbach muss das gleiche Engagement zeigen wie zuletzt
„Wir müssen uns auf gar keinen Fall verstecken oder gar Angst haben“, sagt der SVF-Coach. Auch wenn Derbys immer ihre eigene Geschichte schreiben würden. Wenn denn die Spieler mit dem gleichen Engagement wie zuletzt beim 3:0-Erfolg gegen den VfB Friedrichshafen auftreten, sieht er die besseren Chancen bei seinem Team. „Wir müssen einfach so spielen, als ob es um die Meisterschaft geht.“
Levin Härtel, Torwart beim SV Fellbach, bekommt große Konkurrenz
Parallel zur Vorbereitung auf das Nachbarschaftsduell hat sich auch bei der Kaderplanung des Tabellensechsten für die neue Saison etwas getan. Der Torwart Levin Härtel hat nach Patrick Fossi und Leonis Buzhala seinen Vertrag verlängert, bekommt aber große Konkurrenz zwischen den Pfosten. Denn in Enrico Caruso haben die Verantwortlichen, wie die Fellbacher Zeitung bereits online berichtet hat, einen 28-jährigen Keeper verpflichtet, der in der Jugend des VfB Stuttgart und des FC Bayern München ausgebildet wurde, und der bereits Erfahrungen aus der Regionalliga- und Oberliga mitbringt. Der Vertrag von Torwart Alexander Lang wird derweil nicht verlängert.