Mercedes-Benz will das Werk in Sindelfingen zukunftsfähig machen. Auf der riesigen Werksfläche soll deshalb umgebaut werden.
Die Mercedes-Benz AG will die Flächen des Mercedes-Benz-Werks in Sindelfingen weiterentwickeln. Die in die Jahre gekommenen Hallen müssten transformiert werden, sagte Peter Kubiena, Leiter der Fabrikplanung der Daimler AG, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit diesem Schritt will das Unternehmen das Werk in Sindelfingen zukunftsfähig machen. „Das ist ein klares Bekenntnis von Mercedes zum Standort Sindelfingen“, sagte Oberbürgermeister Markus Kleemann.
Auf der drei Quadratkilometer großen Fläche sollen laut Sitzungsvorlage größere zusammenhängende Hallenstrukturen entstehen. So will sich der Autobauer für die Transformation weg vom Verbrenner und hin zu alternativen Antrieben rüsten.
Eine Erweiterung des Werks ist nicht geplant
„Bei den Plänen handelt es sich um eine Entwicklung im Bestand, nicht um eine Außentwicklung“, erklärte Michael Paak, Amtsleiter für Stadtentwicklung. Eine flächenmäßige Erweiterung des Werkes sei aktuell nicht geplant, heißt es auch in der Vorlage der Gemeinderatssitzung. Trotzdem müssen zunächst die Voraussetzungen für die Umsetzung der Planungen geschaffen werden. Der Gemeinderat hat dafür nun den Startschuss gegeben.
In einem sogenannten „Rahmenplan“ hat die Stadt Sindelfingen nun mit der Mercedes-Benz-AG abgestimmt, welche Bereiche für eine Nachverdichtung in Frage kommen. In dem Rahmenplan spielt auch die angedachte Stadtbahntrasse, die durch das Mercedeswerk führen sollte, eine Rolle. Diese würde zu „erheblichen Herausforderungen“ führen. Deshalb soll die Stadt Sindelfingen nun an den Landkreis mit der Bitte herantreten, alternative Streckenführungen zu prüfen.