Ein verlorenes Bremsscheibenteil wird auf der B14 bei Winnenden zur Gefahr für mehrere Fahrzeuge. Die Folgen beschäftigen Polizei und Reinigungskräfte stundenlang.
Der Berufsverkehr rollt dicht über die B14, als plötzlich ein unscheinbares Metallteil zur Gefahr wird. Gegen 9 Uhr verliert ein bislang unbekannter Fahrzeugführer auf Höhe von Winnenden in Fahrtrichtung Stuttgart ein Teil seiner Bremsscheibe. Was danach folgt, entwickelt sich laut Polizeipräsidium Aalen zu einer Kettenreaktion mitten im morgendlichen Verkehr.
Das schwere Metallstück bleibt nicht einfach auf der Fahrbahn liegen. Immer wieder wird es von vorbeifahrenden Autos und Lastwagen hochgeschleudert. Mehrere Fahrzeuge können nicht mehr ausweichen. Mindestens drei Autos werden beschädigt, als das Teil gegen Karosserien und Unterböden prallt. Für die Fahrer kommt die Gefahr offenbar völlig überraschend.
600 Liter Diesel auf B14: Lkw-Fahrer in Gefahr
Besonders dramatisch endet die Fahrt für den Fahrer eines Lastwagens. Das herumgeschleuderte Bremsscheibenteil trifft den Dieseltank des Fahrzeugs und beschädigt ihn so stark, dass große Mengen Kraftstoff austreten. Nach Angaben der Polizei laufen rund 600 Liter Diesel auf die Fahrbahn.
Innerhalb kurzer Zeit verwandelt sich die rechte Spur der B14 in einen Gefahrenbereich. Einsatzkräfte sichern die Strecke ab, Spezialfahrzeuge und Reinigungstrupps rücken an. Wegen der ausgelaufenen Betriebsstoffe bleibt die rechte Fahrspur auch Stunden später gesperrt. Noch am Nachmittag dauern die Reinigungsarbeiten an. Autofahrer müssen sich auf erhebliche Behinderungen im Verkehr Richtung Stuttgart einstellen.
Umweltschaden durch Diesel: Polizei sucht betroffene Fahrer
Wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich ist, lässt sich bislang nicht beziffern. Neben den beschädigten Fahrzeugen dürfte vor allem der Umweltschaden durch den ausgelaufenen Diesel erheblich sein. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass mehrere Verkehrsteilnehmer von dem Metallteil getroffen wurden, ohne bislang identifiziert zu sein.
Das Polizeirevier Winnenden hat die Ermittlungen aufgenommen und wertet nun Hinweise möglicher Zeugen aus. Besonders die bislang unbekannten Fahrer der beschädigten Autos könnten für die Ermittlungen entscheidend sein. Sie sollen sich ebenso wie weitere Zeugen beim Polizeirevier Winnenden melden. Wer Angaben machen kann oder selbst betroffen ist, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 07195/6940 bei der Polizei zu melden.