Wo besteht Verbesserungsbedarf? Die Winnender Innenstadt (hier der Marktplatz) soll aufgewertet werden. Foto: Gottfried Stoppel (Archiv)

Eine aktuelle Umfrage des Vereins „Attraktives Winnenden“ und der IHK Region Stuttgart soll als Basis dienen für neue Impulse und konkrete Verbesserungen in der City.

Eine Stadtmitte, sei’s jene in einer Landeshauptstadt wie auch in einer Großen Kreisstadt, gilt gemeinhin als Aushängeschild für den Charakter und die Attraktivität einer Kommune. Man lässt dort gern städtebaulich die Muskeln spielen, um regional oder überregional Aufmerksamkeit zu erheischen.

 

In Stuttgart beispielsweise hat eine knappe Gemeinderatsmehrheit für einen neuen, übergroßen und mehrfarbig beleuchteten „Stuttgart“-Schriftzug votiert, der 470 000 Euro kostet und auf dem Marktplatz aufgestellt werden soll – um dem zentralen Ort der City als „guter Stube der Stadt“ einen Hingucker zu bescheren und mehr Bedeutung zu verleihen. Womöglich macht allerdings eine aktuelle Online-Petition mit bisher an die 20 000 Unterschriften dem höchst umstrittenen Stuttgart-Sign-Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.

Innenstadt als „Herzstück" des gesellschaftlichen Lebens

In Fellbach (Rems-Murr-Kreis) wiederum würde man gerne im Zuge der erforderlichen Verlegung der Stadtbahn-Endhaltestelle Lutherkirche gleich den ganzen Bereich nördlich des Rathauses aufwerten. „Neue Mitte“ ist die passende Bezeichnung dafür. Allerdings bremsen die diversen Fellbacher Sparpakete, um von den Millionenschulden wegzukommen, die ganz großen Ideen derzeit aus.

Aufwertungsbedarf sieht man auch rund 20 Kilometer nordöstlich von Fellbach, nämlich in Winnenden (Rems-Murr-Kreis). Die dortige Innenstadt „ist das Herzstück des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Sachgebiets Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung.

Doch es gibt offenkundig Defizite. Denn „um diesen Lebensraum auch in Zukunft attraktiv, lebendig und wettbewerbsfähig zu gestalten“, haben der Verein „Attraktives Winnenden“ und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart eine enge Kooperation gestartet. Gemeinsam will man sich „für eine vitalere Stadtmitte einsetzen“. Ziel dieser Zusammenarbeit sei es, die Stadtmitte gezielt weiterzuentwickeln und passgenaue Konzepte für die kommenden Jahre auf den Weg zu bringen.

Für eine fundierte Planung ist nach Auskunft der Organisatoren natürlich eine realistische Einschätzung der aktuellen Situation unerlässlich. „Wer könnte dies besser beurteilen als Sie?“, heißt es nun direkt an die Menschen vor Ort gewandt. „Als Anwohner, Besucher oder Kunden sind Sie die Experten des Alltags.“

Und genau diese Menschen sollen nun in der von den beiden Kooperationspartnern gestarteten Umfrage ihre jeweilige Sichtweise mitteilen. Konkret: „Wie bewerten Sie die aktuelle Aufenthaltsqualität in der Winnender Stadtmitte? In welchen Bereichen – etwa Gastronomie, Handel, Gestaltung oder Erreichbarkeit – sehen Sie den Verbesserungsbedarf?“

Beantwortung des Fragebogens dauert höchstens fünf Minuten

„Attraktives Winnenden“ und die IHK versprechen, dass die Beantwortung der Online-Umfrage maximal fünf Minuten in Anspruch nimmt. „Ihre Antworten fließen direkt in die Analyse ein und helfen dabei, Winnenden als Standort zu stärken.“

Die Umfrage erfolgt vollkommen anonym; es werden keine personenbezogenen Daten erhoben, die Rückschlüsse auf die Urheber der Meinungsbeiträge zulassen. Wer teilnehmen möchte, kann den Fragebogen unter der Adresse www.attraktives-winnenden.de finden.