Jubel beim erfolgreichen U-16-Team von Hannover 96. Foto: Tom Bloch

Der neue Modus des internationalen Fußball-Jugendturniers mit zehn U-16-Mannschaften kommt gut an.

Wenn große Reisebusse beschriftet mit Vereinslogos europäischer Spitzenvereine im Weilerhau am Straßenrand stehen, steigt das große Pfingstturnier des TSV Plattenhardt. Dieses Jahr zum 53. Mal, aber mit neuem Modus. Zum einen spielten die zehn Teilnehmer aus fünf Ländern verkürzt auf zwei Tage auf zwei Plätzen ihren Sieger aus. Dieser hieß nach insgesamt 29 Begegnungen Hannover 96.

 

Zum anderen wurde von der Altersklasse U 19 auf U 16 verjüngt. „Wir haben umdenken müssen, weil viele U-19-Teams noch im Wettbewerb stehen“, sagt der Turnierleiter Matthias Dieringer. „Im vergangenen Jahr hat ein Team kurzfristig abgesagt, einmal gab es einen Spielabbruch, und dann standen wir am Finaltag nur mit fünf Teams da.“

Hannover 96 kommt nur gegen Viktoria Pilsen ins Straucheln

Für die U-16-Teams ist die Saison bereits beendet. Einige Mannschaften sahen die Teilnahme am Turnier in Plattenhardt als Abschlussfahrt, was aber die Leistungen auf dem Feld keineswegs beeinträchtigte – vor allem der Nachwuchs von renommierten Teams wie Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern, FC Basel, Viktoria Pilsen und Hannover 96 ließ es alles andere als auslaufen. Ganz besonders gilt das für den Club aus der niedersächsischen Hauptstadt. Dieser gewann seine Gruppe ohne Punktverlust und Gegentor, fertigte unter anderem Eintracht Frankfurt mit 3:0 ab und siegte auch im Finale gegen den FC Basel mit 1:0. Einzig im Halbfinale gegen Viktoria Pilsen kamen die Hannoveraner ins Straucheln, sicherten sich den Finaleinzug erst durch einen 5:3-Erfolg nach Elfmeterschießen. Mit entscheidend dabei war einmal 96-Schlussmann Jannis Link. Dieser kassierte im gesamten Turnier kein einziges Tor aus dem Feld heraus, hielt einen Elfmeter und verwandelte zudem selbst noch einen. Folgerichtig wurde er zum besten Torhüter des Turniers gewählt. In Joshua Neubauer hatten die Niedersachen auch noch den besten Spieler der Veranstaltung in ihren Reihen.

Der FC Basel siegt im Halbfinale gegen den SV Horn aus Österreich

Der FC Basel, Sieger der anderen Gruppe mit drei Siegen und einem 2:2 gegen Pilsen, behielt im Semifinale gegen den österreichischen Vertreter SV Horn mit 1:0 die Oberhand. Horn musste sich letztlich mit Rang vier begnügen. Das Team aus Niederösterreich unterlag im kleinen Finale Pilsen (0:2). Immerhin: Bester Torschütze mit fünf Treffern war der Horner Kevin Eichinger.

Und die Vertretung des Gastgebers TSV Plattenhardt? Diese verlor alle ihre Begegnungen, blieb ohne eigenen Treffer und landete auf dem zehnten und letzten Platz. Kein Beinbruch. „Sie können gegen solche Mannschaften viel lernen“, sagt Dieringer.

Darüber hinaus ließ das geänderte Konzept auch mehr Freiraum für die Abendgestaltung der Teilnehmer, aber noch viel mehr für Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins. Die Übertragung des DFB-Pokalfinales und eine 80er- & 90er-Party am Samstagabend, eine Beachparty am Sonntagabend – das Programm kam an. „Wir haben viel Lob bekommen“, berichtet Timo Schäffer vom Organisationsteam des TSV Plattenhardt.