Der Landesliga-Aufstieg des TSV Schmiden II ist schon seit Mitte März fix. Foto: Privat

Die Handballer des TV Oeffingen II gewinnen das Stadtduell mit dem TSV Schmiden II 28:27, der dafür aber als Tabellenzweiter den Sprung in die Landesliga bejubelt.

Für Christoph Kaufmann und Christoph Keller, das Trainer-Duo der Handballer des TV Oeffingen II in der Bezirksoberliga, war der 28:27-Erfolg am Samstagabend im Stadtderby gegen den TSV Schmiden II ein super versöhnlicher Abschluss. „Wir haben unsere gute Saison mit dem Derbysieg gekrönt. Ich bin zufrieden“, sagt Christoph Kaufmann. Für Christian Müller, der den TSV II mit Nico Simon trainiert, war die finale Niederlage derweil zu verkraften. Das Team hatte sich schon Mitte März die Krone aufgesetzt, als es frühzeitig den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht hatte.

 

„Wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt, und dem TVOe ist der Lucky Punch gelungen. Es war ein echtes Derby“, sagt Christian Müller. So hatte Oeffinges Paul Köberle exakt eine Sekunde vor Schluss den Siegtreffer erzielt. Im Abschlussklassement belegen die Oeffinger nach einer starken Hinrunde den vierten Platz, womit sie auch in der neuen Saison wieder in der Bezirksoberliga vertreten sein werden. Nicht mehr dabei sein wird dann Jan Stolper, der seine Laufbahn beendet hat. Aus der ersten Mannschaft kommen wohl der Torwart Marco Schreiner und Manuel Paul hinzu, die beide kürzer treten wollen.

Das Ziel des TSV Schmiden II war der Aufstieg

Auch beim TSV Schmiden II, der nach drei Spielzeiten als Tabellenzweiter (41:11 Punkte) hinter dem Meister VfL Waiblingen II (43:9) den Wiederaufstieg in die Landesliga geschafft hat, gibt es nur einen Abgang zu verzeichnen. Rechtsaußen Tim Paule wechselt zum SV Fellbach.

Die Schmidener waren mit dem Ziel Aufstieg in die Runde gestartet, wohlwissend, dass es aufgrund der Unerfahrenheit der zumeist sehr jungen Spieler auch nicht hätte erreicht werden können. Doch das Ensemble legte gleich einen Start nach Maß hin und siegte fünfmal hintereinander. Erst am sechsten Spieltag musste es sich erstmals der Regionalliga-Reserve des VfL Waiblingen mit 28:31 geschlagen geben. Danach folgten erneut 13 Spiele , in denen der TSV II ungeschlagen vom Feld ging (zwölf Siege, ein Unentschieden). Darunter auch der deutliche 33:26-Erfolg im ersten Stadtderby gegen den TV Oeffingen II Mitte Januar. „Wir sind auf einer Welle geschwommen, waren unheimlich konstant, und die Spieler haben sich super weiterentwickelt“, sagt Christian Müller. Nach 26 Spielen stellt der TSV II hinter dem VfL Waiblingen II die zweitbeste Abwehr und hinter der drittplatzierten HSG Oberer Neckar auch den zweitbesten Angriff.

Beim TSV Schmiden II hat nur Julian Wernecke schon die 30 erreicht

Im Spiel nach vorn überzeugten die jungen Schmidener vor allem mit ihrem Tempospiel. Das, sagt Christian Müller, sei vor allem auch dem jungen Alter der Akteure geschuldet. So liegt das Durchschnittsalter gerade einmal bei knapp über 20 Jahren. Einzig der Torwart Julian Wernecke hat die 30 Lenze schon erreicht. „Die Jungs können halt alle 60 Minuten rauf und runter rennen, ohne etwas davon zu merken – auch nicht am nächsten Tag“, sagt der 33-jährige Coach und schmunzelt. Entsprechend habe der TSV II auch „viele leichte Tore“ erzielt.

Hannes Raiser vom TSV Schmiden Foto: Günter Schmid

Für die Landesliga, und davon ist der Schmidener Trainer überzeugt, sei das Potenzial der Mannschaft um den Toptorschützen Hannes Raiser (143/8) – der einzige, der außer Torwart Marc Dürr vor drei Jahren beim Abstieg aus der Landesliga schon dabei war – auf jeden Fall vorhanden. „Uns macht das Kollektiv stark“, sagt Christian Müller, der auch weiterhin auf junge Spieler, vor allem aus der eigenen Jugend des HSC Schmiden/Oeffingen, setzen wird.

    TV Oeffingen II: Gerner (1), Schurr – Köberle (7), Lang (5), Bohl (4), Rühle (3/3), Drexler (2), Koschke (2), Jan Stolper (1), Rieger (1), Rost (1/1), Straub (1), Frey, Thurmann. TSV Schmiden II: Dürr, Kauffmann, Wernecke – Schlauch (6), Raiser (5), Brause (3), Boss (3), Schneider (3), Jona Bürkle (2/2), Schweickhardt (1), Kieser (1), Konstantin Würmle (1), Paule (1), Nardi, Muric.