Sydney schmiegt sich an eine der schönsten Buchten der Welt. Klar, dass Wasser hier die Hauptrolle spielt. Doch die australische Metropole hat noch mehr zu bieten.
Sydney ist weit mehr als nur die größte Metropole Australiens; sie ist ein vibrierendes Zusammenspiel aus architektonischen Weltwundern, wilder Natur und einem tiefenentspannten Küsten-Lifestyle. Wir haben fünf Highlights herausgepickt, die Sie keinesfalls verpassen dürfen.
1. Opernhaus
Nonnenhaube? Segelschiff? Diese besondere Architektur kann man wirklich schwer beschreiben. Das Opernhaus ist das Wahrzeichen der Stadt schlechthin, knapp gefolgt von der Harbour Bridge in direkter Nachbarschaft. Kaum zu glauben, dass am Bennelong Point, dieser prominenten Stelle im Hafen von Sydney, einst ein unansehnliches Straßenbahndepot stand. Dann beschloss man, eine Oper zu bauen.
Den Ideenwettbewerb gewann der gewagte Entwurf des dänischen Architekten Jorn Utzon. Doch die Umsetzung war schwierig. Der Bau der Oper zog sich jahrelang hin und verschlang viel mehr Geld als ursprünglich veranschlagt. Architekt Jorn Utzon ging im Streit – er hat seinen Prachtbau nie mit eigenen Augen gesehen. Was für ein Jammer! Wer rechtzeitig bucht, kann das Haus nicht nur von außen, sondern im Rahmen einer Tour auch innen besichtigen oder ein Konzert besuchen.
2. Strandleben
Am Bondi Beach, dem wahrscheinlich legendärsten Strand der Stadt, lauern die Brettlkünstler auf die perfekte Welle. Besonders schön ist es, das Surferparadies bei Sonnenaufgang zu sehen. Wer sich nicht selbst aufs Board schwingen möchte, kann in einem der in den Stein gehauenen Naturschwimmbäder platschen. Sie sind mit Meerwasser gefüllt und meistens kostenlos zugänglich.
Ein Traum für Spaziergänger: der aussichtsreiche Wanderweg, der von Bondi über Bronte nach Coogee führt. Mittendrin: der Friedhof von Waverley mit unverbaubarer Sicht auf den pazifischen Ozean. Die Stadt hat aber noch viel mehr Strände zu bieten: auch Manly oder Watsons Bay sind einen Ausflug wert. www.sydney.com
3. Taronga Zoo
Die Giraffen haben den schönsten Blick. Von ihrem Gehege aus sieht man die Skyline der Stadt inklusive Opernhaus, Hafen und Brücke. Die Savannentiere scheinen neugierig die Hälse zu recken, um zu sehen, welches Kreuzfahrtschiff da an der Pier parkt.
Ansonsten sind im Taronga Zoo, den man mit einer Fähre ab Circular Quay in wenigen Minuten erreicht, vor allem einheimische Tiere zuhause: Kängurus, Koalas, Wallabys, Tasmanische Teufel und Schnabeltiere bekommt man hier zu sehen. Fast so schön wie in freier Wildbahn. https://taronga.org.au/sydney-zoo
4. Queen Victoria Building
Das Queen Victoria Building, von allen Sydneysidern nur „QVB“ genannt, sieht aus wie ein verspieltes Schlösschen inmitten eines Meeres aus Hochhäusern. Die viktorianische Einkaufspassage versprüht ein ganz besonderes Flair, hochwertige Geschäfte laden zum Bummeln ein, es gibt Cafés und Restaurants. Direkt nebenan: The Strand Arcade, eine Jugendstil-Passage, weniger bekannt, aber ebenfalls sehr hübsch. www.qvb.com.au
5. Darling Harbour
Sie kennen Darling Harbour als Eigenmarke eines großen Stuttgarter Modehauses? Benannt wurden die Klamotten vermutlich nach einem ziemlich netten Stadtviertel in Sydney: Zwischen Cockle Bay Wharf und Pyrmont Bridge liegt ein Restaurant am nächsten, dazu gibt es Museen, Spielplätze, Bars. Und alles direkt am Wasser. Pluspunkt: An vielen Samstagen im Jahr findet um 21 Uhr ein kostenloses Feuerwerk statt. www.darlingharbour.com
Info
Anreise
Ab Frankfurt zum Beispiel mit Cathay Pacific, www.cathaypacific.com , über Hongkong oder mit Thai Airways, www.thaiairways.com , über Bangkok nach Sydney. Vom Kingsford Smith Airport kommt man mit dem Lightrail in die Innenstadt. Der öffentliche Nahverkehr in Sydney funktioniert sehr besucherfreundlich: man muss sich nicht mit einem Fahrkartenautomaten herumärgern, sondern kann in Bus, Bahn und Fähre einfach mit der Kreditkarte an einem Lesegerät „einchecken“ und sich beim Aussteigen wieder abmelden. Der Fahrpreis wird je nach Strecke berechnet und abgebucht, Preisbeispiel: eine Einzelfahrt kostet 4 Australische Dollar (2,40 Euro), Infos und Fahrpläne: www.transportnsw.info .
Tipp
Direkt am Flughafen eine lokale SIM-Karte kaufen, damit man überall online sein kann. Diese Stadt ist sehr digital und es geht fast nichts ohne Smartphone. Anbieter: Optus, www.optus.com.au/mobile , oder Telstra, www.telstra.com.au .
Essen und Trinken
Auch in Restaurants geht nichts ohne Smartphone. Auf den Tischen kleben oft QR-Codes, mit denen man auf eine Bestellhomepage geleitet wird. Man packt die gewünschten Speisen und Getränke in den Warenkorb und bezahlt. Das Essen wird dann gebracht. Wo es noch einen richtigen Kellner gibt, der Bestellungen aufnimmt, darf man Trinkgeld geben, muss aber nicht. Saftige Muffins, leckeres Avocadobrot und wunderbaren Kaffee serviert die Quick Brown Fox Eatery in Pyrmont, https://quickbrownfoxeatery.com.au .Pasta zu erschwinglichen Preisen: Arm Length in Kings Cross, https://armslength.au .Hipstercafé mit wunderbarem Frühstück: Two Forks in Bondi, https://twoforksbondi.square.site .Französische Brasserie mit einer tollen Auswahl an Meeresfrüchten: Whale Bridge am Opernhaus, https://whalebridge.com.au .Gemütliches Restaurant im neuen Viertel am Hafen: Love Fish in Barangaroo, www.lovefish.com.au .Günstiger Imbiss mit frisch zubereiteten Bowls und Salaten, diverse Standorte in der Stadt, zum Beispiel in Chinatown: Fishbowl, https://fishbowl.com.au .
Unterkunft
Alle großen Ketten sind in der Stadt vertreten. Für den kleinen Geldbeutel gibt es Hostels mit Mehrbettzimmern wie Wake up, Bett im gemischten Schlafsaal ab 45 Euro, Doppelzimmer ab 148 Euro pro Nacht, https://wakeup.com.au .Neu in der Stadt: Die in Deutschland gegründete Kette 25Hours Hotels hat Ende 2025 nach Down Under expandiert und ein Haus im Stadtteil Paddington eröffnet. Im historischen ehemaligen Olympia Theater verteilen sich 109 individuell gestaltete Zimmer, ab 200 Euro, www.25Hours-Hotels.com .
Aktivitäten
In Australien kosten Museen keinen Eintritt. In die Art Gallery of New South Wales kann man also einfach hineinlaufen. Das Gebäude, das einem griechischen Tempel nachempfunden ist, beherbergt einige Werke von berühmten Künstlern wie Modigliani, Cezanne oder Matisse. Geöffnet täglich von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 22 Uhr, www.artgallery.nsw.gov.au .Eine besonders schöne Aussicht auf die Silhouette der Stadt genießt man vom Aussichtspunkt Mrs Macquarie’s Chair. Der Weg führt durch den ebenfalls sehenswerten Botanischen Garten.Der Westfield Tower sieht ein bisschen aus wie der kleine Bruder des Stuttgarter Fernsehturms. Er thront auf dem gleichnamigen Einkaufszentrum. Wer das Ticket online bucht zahlt 40 Australische Dollar (24 Euro), www.sydneytowereye.com.au .
Allgemeine Informationen
Australien Tourismus, www.australia.com